Tagesschau
07. Februar 2023 aktualisiert um 18:19
Gesundheit

Corona-Schutz

Boom bei Corona-Impfanmeldungen in Italien

Seit Inkrafttreten der neuen Green-Pass-Regelung gab es in Italien einen Anstieg der Impfvormerkungen von 15 bis 200 Prozent.
Quelle © Ansa Impfwillige warten in Novegro bei Mailand
Impfwillige warten in Novegro bei Mailand
Die eindringliche Aufforderung von Ministerpräsident Mario Draghi zeigt offenbar Wirkung. Denn in Italien haben die Vormerkungen für die Coronaschutzimpfung nun stark zugenommen.

Anstieg von 15 bis 200 Prozent

Seit dem Inkrafttreten der neuen Green-Pass-Regelung gab es laut dem Corona-Sonderbeauftragten Francesco Paolo Figliuolo einen Anstieg der Vormerkungen für Impftermine von 15 bis 200 Prozent, vom Latium bis zum Piemont. 4,8 Millionen Menschen über 50 Jahren in Italien sind zwar noch nicht geimpft, mehr als 53 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre haben aber bislang einen vollständigen Impfschutz. 

Kommt Impfpflicht für Lehrkräfte?

Unklar ist weiter, ob es zu einer Impfpflicht für Lehrkräfte kommen wird. Darüber soll erst nach dem 20. August entschieden werden. 15,7 Prozent (222.132 Personen) des Schulpersonals in Italien warten nach Angaben des Corona-Wochenberichtes der Regierung auf eine Erst-Impfung oder eine Einmal-Impfung. Insgesamt haben knapp 79 Prozent des Schulpersonals einen Impfschutz erhalten.

Auffallend ist dabei allerdings, die Anzahl jener Schulkräfte, die sich nicht angemeldet haben. Sie liegt in Südtirol bei knapp 38 Prozent, in Sizilien bei 43 Prozent, in Ligurien bei rund 35, in Sardinien bei 33 und in Kalabrien bei mehr als 31 Prozent.

Der Südtiroler Gesundheitsbetrieb ändert seine Impfstrategie. In den nächsten Wochen soll es in vielen Orten möglich sein, sich ohne Voranmeldung in einem Impfzentrum impfen zu lassen. Im Impfzentrum in der Messe Bozen wird künftig jeweils am Montag geimpft. In weiteren 16 Gemeinden werden Impftage angeboten (mehr dazu lesen sie hier). 

ka

					

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