Tagesschau
30. Juli 2021 aktualisiert um 20:50
Chronik

Meransen

Wie geht es weiter mit der Seilbahn?

Nach dem Baumsturz auf eine Kabine wird die ganze Anlage kontrolliert. Das kann Tage dauern.
Quelle © FF Meransen
Die Firma Doppelmayr hat zuletzt bei der Seilbahn von Mühlbach nach Meransen eine Revision durchgeführt. Der Präsident der Betreibergesellschaft, Karl Leitner, betont, dass beim Unwetter mit Starkwind und dem Sturz eines Baumes auf das Seil beziehungsweise auf eine Kabine alle Sicherheitsvorkehrungen gegriffen haben: "Als der Sturm kam, war die Seilbahn schon draußen. Sonst wären wir nicht mehr gefahren. Wir sind dann - wie vorgeschrieben - langsamer gefahren. Als der Widerstand vom Baum kam, wurden sofort die Bremsen aktiviert."

Seilbahn wird überprüft

Die Bahn blieb sofort stehen. Und die gesamte Anlage wird noch einige Tage lang stillstehen. Karl Leitner erklärt: "Nach einer ersten Kontrolle der beschädigten Kabine vor Ort am Seil durch die Techniker des Seilbahnbauers Doppelmayr werden die beiden Kabinen heruntergeholt und genau überprüft. Das Tragseil wird durchleuchtet, um Schäden auszuschließen. Das alles wird wohl eine Woche dauern."

Plan für eine neue Bahn

Erst dann kann die Seilbahn von Mühlbach nach Meransen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Sie wird noch eine Weile fahren, denn es gibt zwar schon seit langem Pläne für den Neubau der Bahn: von Mühlbach hinauf nach Meransen und weiter ins Skigebiet Gitschberg-Jochtal. Doch bei einem Referendum hat die Bevölkerung schon vor Jahren das erste Projekt - wohl auch wegen der Trassenführung - knapp abgelehnt. Jetzt gibt es ein zweites Projekt mit neuer Trasse. Doch bis das umgesetzt ist, wird noch Zeit vergehen.

(sk)

					

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