Tagesschau
19. August 2022 aktualisiert um 19:17
Geschichte und Tradition

Erinnerung

Klausen unter Wasser

Vor 100 Jahren wurde Klausen von einem historischen Hochwasser heimgesucht. Der Feuerwehrverband erinnert an die Katastrophe.
Quelle © Stadtarchiv Klausen/Landesfeuerwehrverband Südtirol Erinnerungen an die
Erinnerungen an die "Jahrhundertflut" von Klausen
Vor 100 Jahren, am Abend des 9. August 1921, war die Stadt Klausen von der bislang verheerendsten Unwetterkatastrophe in ihrer Geschichte heimgesucht worden. Nach einem schweren Unwetter schwoll der Tinnebach zu einer gewaltigen Schlammlawine an, die alles unter sich begrabend zu Tale stürzte und an der Einmündung in Klausen das Flussbett des Eisacks vermurte.

Innerhalb von nur einer halben Stunde bildete der Eisack einen Rückstau, der noch zwei Kilometer weiter flussaufwärts spürbar war. Im Stadtgebiet selbst stieg der Fluss in kürzester Zeit um nahezu zehn (!) Meter an. Wie durch ein Wunder kamen "nur" zwei Personen ums Leben, die Schäden waren enorm.

Die Aufräumarbeiten zogen sich über zwei (!) Jahre hin.

Der Landesfeuerwehrverband erinnert mit einem Facebook-Posting an das Hochwasser vor 100 Jahren in Klausen, auch aus aktuellem Anlass: "Die Hochwasser der vergangenen Jahre und erst wieder in der letzten Woche haben uns die Gewalt und das Gefahrenpotenzial anschwellender Flüsse mehrfach eindrucksvoll vor Augen geführt. Hochwasser sind Naturereignisse. Sie hat es immer gegeben und wird es immer geben", heißt es vonseiten des Landesfeuerwehrverbandes.

cb

					

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