Festgenommen in Bozen

Max Leitner hatte Waffen und Masken im Auto

Nach der Festnahme des Ausbrecherkönigs in Bozen: In Max Leiters Auto waren Pistole, Gewehr, jede Menge Munition. Und ein Österreicher.

Immagine di Max Leitner hatte Waffen und Masken im Auto
Rai Tagesschau
Jemand hat vergangene Nacht in Bozen gegen Mitternacht aus seinem fahrenden Auto auf das geparkte Auto einer Prosituierten geschossen. Die Sexarbeiterin meldete den Vorfall der Polizei, die den Pkw von Max Leitner anderthalb Stunden später stoppte. 

In der Nähe des Ortes, an dem der Schuss gefallen war: Bozner Industriezone, in der Nähe des Nachtclubs Showgirl Discosexy in der Siemensstraße. Gegen 2.15 Uhr wurde Leitner gestoppt, widersetzte sich allerdings der Aufforderung der Polizisten, das Fahrzeug zu verlassen. Mehrere Beamte zerrten Leitner aus dem grauen Mazda und nahmen ihn fest, die Handschellen schnappten für den Ausbrecherkönig auf dem Boden liegend.  

Leitner war nicht alleine. Im Fahrzeug saß ein weiterer Mann, Österreicher. Mit Waffen. Ein Gewehr mit Schalldämpfer wurde gefunden, eine Pistole, ein Elektroschockgerät und jede Menge Munition. 
Die Prostituierte, die die Schüsse auf ihren roten Smart gemeldet hatte, hatte bereits im vergangenen Jahr eine Anzeige gegen Max Leitner erstattet, der Mann habe sie bedroht. 

In Haft bleiben Leitner und der Österreicher vorerst nur wegen illegalen Waffenbesitzes sowie wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. 
Max Leitner hat seinen ersten spektakulären Banküberfall mit 18 Jahren verübt, damals mit Spielzeugpistole. Er saß insgesamt 26 Jahre lang im Gefängnis, fünf Mal ist er ausgebrochen. 

Im September 2016 war Max Leitner für den Rest seiner Haftstrafe bis Juni 2019 in den Hausarrest nach Elvas in Brixen überstellt worden. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme war er ein freier Mann.

(lb) 
Sichergestellt in Max Leitners Pkw: Zubehör für einen Raubüberfall
Sichergestellt in Max Leitners Pkw: Zubehör für einen Raubüberfall (Rai Tagesschau )
Einschusslöcher an der Wagentür des Pkw der Prostituierten
Einschusslöcher an der Wagentür des Pkw der Prostituierten (Rai Tagesschau )