Tagesschau
19. Oktober 2021 aktualisiert um 12:51
Chronik

Green-Pass-Pflicht: Mit aller Härte gegen neue Ausschreitungen

Die Regierung befürchtet massive Proteste gegen die Green-Pass-Pflicht. Ordnungskräfte und Geheimdienste sollen Ausschreitungen unterbinden.
Quelle © rai news 24  Gewalt wie bei der Zerstörung des CGIL-Sitzes soll unterbunden werden.
Gewalt wie bei der Zerstörung des CGIL-Sitzes soll unterbunden werden.
Die Regierung Draghi befürchtet massive Proteste gegen die Einführung der Green Pass Pflicht für alle Beschäftigten. Innenministerin Luciana Lamorgese hat angekündigt, alle nötigen Vorkehrungen treffen zu wollen, um gewaltsame Demonstrationen zu vermeiden.

Bei einer Sitzung des nationalen Ausschusses für öffentliche Ordnung und Sicherheit mit Leitern der Geheimdienste und der Polizei wurden Schritte besprochen, um Ausschreitungen und Unruhen zu unterbinden.

Proteste für Samstag angekündigt

Am Samstag sind in fast allen größeren Städten des Landes Protestaktionen geplant. Die Gruppen der Imfpgegner und verschiedener Extremisten sollen in den sozialen Medien verstärkt überwacht werden. Lamorgese will gewaltsame Demonstrationen wie jene am vergangenen Samstag vermeiden, als bei einer Großdemonstration gegen die Green Pass Pflicht Aktivisten der neofaschistischen Gruppierung Forza Nuova den Hauptsitz des Gewerkschaftsverbandes CGIL stürmten.

500 Soldaten zusätzlich

Die Lage der öffentlichen Ordnung wurde auch im Hinblick auf das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G-20-Länder am 30. und 31. Oktober in Rom geprüft. Um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten sei es notwendig, zusätzlich 500 Soldaten einzusetzen, teilte das Ministerium mit. Außerdem werde die Überwachung des Luftraums über der Hauptstadt und an "sensiblen Zielen" verstärkt. Die Polizei will auch Webseiten und die sozialen Medien ins Visier nehmen.

ka bt
 

					

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