Tagesschau
17. Oktober 2021 aktualisiert um 20:36
Politik und Institutionen

"dormizil" - Nachquartier für Obdachlose in Bozen

Engagierte Bürger:innen haben für Wohnungs- und Obdachlose in Bozen ein Winter-Nachtquartier eingerichtet. Ab 10.November steht es bereit.
Quelle © Rai Tagesschau Das
Das "dormizil" in der Rittner-Straße 25 in Bozen
Bozen hat das Problem der Obdachlosigkeit noch immer nicht in den Griff bekommen. Mehr als 130 Personen mussten in den vergangenen Jahren bei eisigen Temperaturen auf Parkbänken, unter Brücken oder in Abbruchhäusern Unterschlupf suchen. Eine Gruppe engagierter Bozner:innen hat die Initiative ergriffen und das "dormizil" vorgestellt.

Privatverein führt "dormizil"

Gerade weil es in der Landeshauptstadt noch immer keine mittelfristige Lösung für Odachlose gibt, haben engagierte Bozner Privatpersonen vor einem Jahr den Verein housing first bozen EO gegründet. Die Gruppe (Magdalena Amonn, Paul Tschigg, Christian Anderlan, Sigrid Bracchetti, Norbert Pescosta, Wolfgang Aumer, Martina Schullian, Helmuth Niedermayr und Verena von Aufschnaiter, Birgit Bragagna Spornberger) will neue Lösungsansätze bieten und sensibilisieren.


Der Verein konnte für 30 Jahre von der Haselsteiner Familien-Privatstiftung ein dreistöckiges Haus in der Rittner Straße 25 in Bozen übernehmen. Es soll in den nächsten Jahren umgebaut werden. Aufgrund der dringenden Notwendigkeit und weil die Stadt Bozen noch keine winterlichen Nachtquartiere zur Verfügung gestellt hat, wird der Verein das Haus im Winter 25 obdachlosen Frauen und Männern für die Übernachtung zur Verfügung stellen. Das "dormizil, Nachtquartier für obdachlose Menschen, dormitorio per persone senzatetto" öffnet am 10. November seine Tore.

Es wird ausschließlich von Freiwilligen geführt und durch Spenden getragen.

ka

					

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