Tagesschau
03. Dezember 2021 aktualisiert um 12:44
Umwelt

Landeshauptstadt

​Bozen: Sanierung der alten Mülldeponie bei Schloss Sigmundskron

Die alte Mülldeponie von Sigmundskron am Fuße des Kaiserbergs wird saniert. Die Kosten machen fast 5 Millionen Euro aus.
Quelle © Gemeinde Bozen Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung der alten Mülldeponie bei Schloss Sigmundskron
Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung der alten Mülldeponie bei Schloss Sigmundskron
Die Mülldeponie auf dem Kaiserberg ist bereits mehrfach saniert worden. Dort waren seit den 1960-iger Jahren gemischter Müll aus Haus-, Industrie- und Gewerbeabfällen sowie Bauschutt und Aushubmaterial abgelagert. Bis zur Stilllegung der Deponie 1993 entstand so auf einer Fläche von acht Hektar ein bis zu 40 Meter hoher Berg aus 1,5 Millionen Kubikmeter an Müll. Als die Müllablagerungen begannen, gab es keine Vorschriften zur kontrollierten Ablagerung. Diesen Müllberg hat das Land mehrfach saniert.

Nun kommen weitere Sanierungsarbeiten hinzu. Wie die Gemeinde Bozen mitteilt, wird nun der Bereich am Fuß des Kaiserbergs saniert. Begonnen haben die Arbeiten am 8. November.

Derzeit ist die beauftragte Bietergemeinschaft mit Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. Dazu zählen die Rodung des Gehölzes, die Absteckung des Deponiegeländes und der Bau eines Zufahrtsweges. Anschließend folgen die eigentlichen Sanierungsarbeiten.

Das Projekt 

In einem ersten Schritt wird das Niederschlagswasser, das zur Bildung von Sickerwasser führt, gesammelt und abgeleitet. In der Folge wird dann das Auffangbecken vergrößert. Dieses nimmt nicht nur das Sickerwasser aus der alten Deponie, sondern auch jenes aus der nahe gelegenen "neuen" Deponie auf, die bereits vor einigen Jahren sanierten worden ist. Abschließend wird der Deponiekörper neu profiliert, stabilisiert und mit einer mehrschichtigen Oberflächenabdichtung versehen.

Nach der Sanierung wird das gesamte Gelände begrünt und mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt.

Die nahe gelegene Tennisanlage wird abgebaut und vorübergehend stillgelegt. Nachdem das Gelände neu abgedichtet wurde, werden neue Tennisplätze angelegt.

Arbeit und Kosten 

Am Vergabeverfahren nahmen insgesamt acht Bietergemeinschaften teil. Gewonnen hat die Bietergemeinschaft der Bauunternehmen Josef Mair (Prad am Stilfserjoch), Lago Rosso (Ville d'Anaunia, Trentino) und Wipptaler Bau (Brenner). Mit der Bauleitung wurde Martin Weiss von der Ingenieurgemeinschaft Büroweiss, mit den geologischen Planungen Lorenzo Cadrobbi von der Bürogemeinschaft Geologie und Umweltschutz beauftragt.

Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 4,8 Mio. Euro. 80 Prozent davon kommen vom Land. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende Januar 2023 geplant.

pm

					

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