Tagesschau
03. Dezember 2021 aktualisiert um 12:44
Chronik

Vor dem Coronawinter

Deutschland: Mehr als 100.000 Covid-Tote

Wegen der Impfung sterben in Deutschland weniger Menschen als vor einem Jahr an Covid-19. Trotzdem wurde die Schwelle von 100.000 überschritten.
Quelle © Rai Tagesschau Covid-Station in Deutschland
Covid-Station in Deutschland
Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen in Deutschland hat die Schwelle von 100.000 überschritten. Nach jüngst 351 Todesfällen binnen 24 Stunden liegt die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie nun bei 100.119. Die meisten Corona-Toten gab es laut RKI im vergangenen Winter mit teils mehr als 1000 pro Tag gemeldeten Fällen. Momentan sind die Sterbezahlen wesentlich niedriger, obwohl es deutlich mehr Infektionen gibt. 

Dass jetzt weniger Infizierte sterben, liegt daran, dass große Teile der Bevölkerung geimpft sind - insbesondere ältere Menschen, die anfälliger für schwere Verläufe sind. Der Anteil der Infizierten, die intensivmedizinisch behandelt werden, ist von sechs Prozent in der ersten Welle auf nun 0,8 Prozent gesunken, sagt Reinhard Busse von der TU Berlin. Ihre Sterblichkeit liegt laut Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, bei 30 bis 50 Prozent.

Italien verzeichnet deutlich mehr Corona-Tote pro 100.000 Einwohner als Deutschland, ebenso Frankreich, Spanien und Großbritannien. Fast doppelt so viele Corona-Tote pro 100.000 Einwohner wie Deutschland verzeichnen die USA, mehr als drei Mal so viele sind es in Bulgarien. In Dänemark gibt es halb so viele Corona-Tote pro 100.000 Einwohner. 

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen hat gestern in Deutschland mit 75.961 Fälle erstmals die Schwelle von 70.000 überschritten, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf den Höchststand von 419,7. 

(lb/dpa)

					

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