Tagesschau
06. Dezember 2021 aktualisiert um 05:43
Chronik

Migration

Italien: Odyssee von 475 Migranten geht weiter

Das Rettungsschiff Sea Watch 4 wartet mit 475 Migranten an Bord weiterhin auf einen Landehafen. Italien hat die Aufnahme der Personen erneut verweigert.
Quelle © Ansafoto
Das Rettungsschiff Sea-Watch 4 wartet mit 475 Migranten an Bord weiterhin auf einen Landehafen. Italien habe dem Schiff die Landegenehmigung verweigert, berichtete die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter. Auch Malta habe auf die Aufforderung, den Migranten einen sicheren Hafen zur Verfügung zu stellen, negativ reagiert, hieß es.

"Das internationale Recht sieht vor, dass im Meer gerettete Migranten in den nächsten sicheren Hafen gebracht werden müssen. Wir fordern die Behörden auf, das Gesetz zu respektieren", so die Hilfsorganisation. Das Rettungsschiff hatte zuletzt 107 Menschen aus einem Holzboot in Seenot gerettet. Unter ihnen befand sich ein Neugeborenes, wie Sea Watch am Montag berichtete. Es war bereits der siebente Rettungseinsatz seit dem vergangenen Donnerstag.

Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex meldete im Oktober einen starken Zuwachs von Migranten die von der Türkei nach Seefahrten direkt in Italien eintreffen. Vor allem Tunesier und Ägypter gelangen derzeit über das Mittelmeer nach Italien. Immer wieder kommt es auf den gefährlichen Überfahrten zu Schiffsunglücken mit Todesopfern. Mitunter greifen auch die Küstenwachen der nordafrikanischen Länder die Menschen auf und bringen sie wieder zurück an Land.

Apa/hp

					

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