Tagesschau
06. Dezember 2021 aktualisiert um 05:43
Politik und Institutionen

Super Green Pass: Kommt jetzt 2G in Italien?

Die Regionen verlangen schärfere Corona-Regeln: Ungeimpfte sollen keinen Zugang zu Gastlokalen und öffentlichen Verkehrsmitteln haben.
Quelle © Ansa Das Corona-Impfzentrum im Krankenhaus
Das Corona-Impfzentrum im Krankenhaus "San Giovanni" Rom
Die italienischen Regionen haben die Regierung zu einer Verschärfung der Corona-Regeln aufgefordert. Demnach sollen Nicht-Geimpfte keinen Zugang mehr zu Gastlokalen und öffentlichen Verkehrsmitteln haben. 

2G-Regel ab Dezember?

Angesichts steigender Infektionszahlen in Italien will die Regierung diese Woche neue Einschränkungen erlassen. Laut dem Regionen-Präsidenten Massimiliano Fedriga ist ein 2G-Modell nach dem Vorbild Deutschlands auch in Italien notwendig.
Sollte eine Region als orange oder rote Zone ausgewiesen werden dürfe es nur noch für Geimpfte und Genesene uneingeschränkte Reisefreiheit geben. Nicht Geimpfte sollen keinen Zutritt mehr zu Gastlokalen, Sporthallen, Theatern oder Diskotheken sowie Bussen haben. Negative Antigen- oder PCR-Tests sollen nur mehr für lebenswichtige Dienste und am Arbeitsplatz akzeptiert werden.

Die Regionen wollen ihren Pläne beim Treffen mit der Regierung Nachdruck verleihen. Dieses soll spätestens am Dienstag stattfinden. Die Regierung hat bereits angekündigt, spätestens für Anfang Dezember die Corona-Regelungen neu zu formulieren. So soll der Green-Pass künftig nur mehr neun Monate lang gültig sein. Sofern die Arzneimittelbehörde AIFA einen positiven Bescheid gibt, sollen die Booster-Impfungen bereits nach fünf Monaten möglich werden.

In Italien wurden am Sonntag fast 10.000 Neuinfektionen in 24 Stunden verzeichnet. Die Positivitätsrate liegt nunmehr bei zwei Prozent.

ka ansa

 

					

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