Tagesschau
03. Dezember 2021 aktualisiert um 12:44
Wirtschaft und Arbeit

Aktienverluste

Volksbank: Geschädigte Aktionäre fordern 30 Millionen Euro

1.568 Personen haben sich an das Komitee der Südtiroler Aktionäre gewandt. Sie alle fordern von der Südtiroler Volksbank einen Schadenersatz.
Quelle © Volksbank
Die entscheidende Frage ist: Waren die Aktien als sichere Geldanlage verkauft worden? Diese Frage beantworten nicht nur die Vertreter des Komitees der Aktionäre mit nein. Mittlerweile liegen eine Reihe von Gerichtsentscheidungen und Urteilen des Schiedsgerichts für Finanzangelengeheiten vor. Sie alle geben den Aktionären der Volksbank recht, dass die Bank den aufgetretenen Schaden wieder gut zu machen habe. Immerhin waren den Aktionären die Volksbank-Aktien verkauft worden in der Annahme, dass sie eine stabile Wertinvestition seien.

Dennoch brach der Kurs der Bankaktie in den vergangenen Jahren deutlich ein. Das Komitee der Aktionäre spricht von einem finanziellen Verlust für die Aktionäre von mehr als 50 Prozent. Deshalb wurden alle Geschädigten aufgerufen sich zusammenzutun und gegen die Bank rechtlich vorzugehen. Unter der Leitung des römischen Anwalts Massimo Cerniglia wurden in den vergangenen Monaten die Klagen gesammelt. Mittlerweile sind es 1.568 Aktionäre, die von der Bank Entschädigungen fordern.

„Nimmt man die Forderungen der Aktionäre zusammen, dann sind das weit mehr als 30 Millionen Euro, die sie von der Volksbank einfordern.“

Walther Andreaus, Vorsitzender des Komitees der Südtiroler Aktionäre

Und Andreaus will jetzt endlich Klarheit auch von der Bank Informationen erhalten, ob sie die Aktionäre entschädigen will oder nicht. Vor allem setzt Andreaus aber darauf, dass die Bank ein Einsehen hat. „Die vielen Verfahren und auch die Niederlagen vor Gericht sollten der Volksbank wohl reichen und dazu führen, dass gemeinsam über Entschädigungszahlungen gesprochen werden soll.“

Bis es aber nicht so weit ist, will Andreaus weitermachen und weitere geschädigte Volksbank-Aktionäre die Hilfe anbieten. Sie können sich beim „Komitee der Südtiroler Aktionäre/Comitato azionisti Südtirol“ melden.   

 
hase
 

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Wirtschaft und Arbeit