Einreisebestimmungen

Brüssel kritisiert den Alleingang Italiens

Die EU fordert einheitliche Reisebeschränkungen für alle Mitgliedsländer. Alleingänge einzelner Länder würden die Bevölkerung verunsichern.

Brüssel kritisiert den Alleingang Italiens
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Nur wenige Stunden nachdem die italienische Regierung schärfere Einreisekontrollen beschlossen hat, kommt Kritik aus Brüssel. Strengere Maßnahmen, wie sie Italien oder auch Portugal entschieden haben, müssten immer im Verhältnis zur aktuellen Pandemielage im jeweiligen Land stehen, sagte die Vizepräsidentin der EU-Kommission Vera Jourova.
 
Das Thema ist damit noch nicht vom Tisch. Die Alleingänge würden am Donnerstag noch einmal diskutiert werden, sagte Jourova, dann wird der Europäische Rat über die aktuelle epidemiologische Lage im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beraten. Wenn einzelne EU-Staaten ständig die Einreisebestimmungen ändern, dann würden die Bürgerinnen und Bürger das das Vertrauen in die Staatengemeinschaft verlieren, kritisierte Jourova. Sie forderte einheitliche Reisebestimmungen in allen EU-Ländern.

Italien hatte die Einreisebestimmungen zuvor verschärft. Wer ab Donnerstag aus einem EU-Land einreist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen. Antigen-Tests dürfen dafür nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests nicht älter als 48 Stunden. Für die Ungeimpften gilt zusätzlich eine fünftägige Quarantäne. Die neue Verordnung gilt bis Ende Jänner. 

(ansa/et)