Tagesschau
19. Mai 2022 aktualisiert um 06:33
Politik und Institutionen

Inflation

Bozen: 1.795 Euro Mehrausgaben für Durchschnittsfamilie

Preissteigerungen für Lebensmittel, Alltagsprodukte und Energie: In Bozen gab eine Durchschnittsfamilie 1.795 Euro mehr aus als vor einem Jahr.
Quelle © pixabay
So hoch wie im vergangenen Jahr war die Inflation in Italien seit 2012 nicht mehr. Laut staatlichem Statistik-Institut Istat waren Lebensmittel und Alltagsprodukte im Dezember um bis zu vier Prozent teurer als im Jahr zuvor. Im Jahresschnitt legten die Preise um knapp zwei Prozent zu. 

Verbraucherschutz: 600 Euro Mehrausgaben für Durchschnittsfamilie 

Die Durchschnittsfamilie in Italien habe im vergangenen Jahr fast 600 Euro mehr ausgegeben als 2020, rechnet die Verbraucher-Organisation Codacons vor. Für die Preissteigerungen verantwortlich waren vor allem die Energiepreise. Und genau diese Preise werden in den kommenden Monaten weiter steigen, sagen die Verbraucherschützer. Denn mit Beginn dieses Jahres sind die Strom- und Gaspreise erneut stark angehoben worden. Für viele Familien könnte das bedeuten, dass sie sich andere Güter nicht mehr leisten können - und das wiederum habe Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft.

Bozen teuerste Stadt

In Südtirol liegen die Preissteigerungen mit 4 Prozent leicht über dem italienischen Durchschnitt. Im Vergleich mit den Regionalhauptstädten weist Bozen im Dezember allerdings die höchsten Preissteigerungen auf, gefolgt von Genua und Aosta. Für eine vierköpfige Familie in Bozen bedeutet dies Verteuerungen von 1.795 Euro im Jahr. Im Regionenvergleich liegt Trentino-Südtirol nach Aosta und Ligurien an dritter Stelle bei den Verteuerungen. 

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