Tagesschau
27. Jänner 2022 aktualisiert um 14:54
Chronik

Mordversuch Branzoll: 12 Jahre Haft für Nigerianer

Nach dem Mordversuch an der Ex-Lebensgefährtin in Branzoll 2019 wurde die Haftsstrafe für einen Nigerianer nun um mehr als ein Jahr reduziert.
Quelle © Rai Tagesschau Tatort Branzoll
Tatort Branzoll
Die Tat ereignete sich am 2. Oktober 2019: Am Bahnhof in Branzoll griff ein Nigerianer seine Ex-Freundin an, verprügelte sie und verletzte sie dabei lebensgefährlich. Seit damals sitzt der Mann im Gefängnis. Nun ist seine Haftstrafe reduziert worden. 

Der 25 Jahre alte Nigerianer war in einem verkürzten Verfahren in erster Instanz zu 13 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Die Verteidiger des Angeklagten legten daraufhin Berufung ein, verzichtete aber auf eine Begründung für die Berufung und beantrage eines Senkung des Strafausmaßes auf zwölf Jahre. Im Verfahren vor dem Strafsenat am Donnerstag wurde die Haftstrafe nun auf zwölf Jahre herabgesetzt, in Einigung mit der Generalstaatsanwaltschaft. Eine weitere Berufung vor dem Kassationsgericht ist damit nur mehr wegen eventueller Formfehler möglich. 

Bereits bei der Haftprüfung hatte Verteidiger Thomas Schnitzer schwerwiegende psychische Probleme und einen nigerianischen Voodoo-Kult als mögliches Motiv genannt. Das psychiatrische Gutachten hatte dem Nigerianer aber volle Zurechnungsfähigkeit bescheinigt.
 
ka

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Chronik