Tagesschau
21. Mai 2022 aktualisiert um 20:14
Politik und Institutionen

Europa

Tod mit 65: Sassoli machte Krankheit im November öffentlich

Der Präsident des EU-Parlaments ist tot. Sassoli litt an einer Störung des Immunsystems. Zuvor war er an Legionellen-Pneumonie erkrankt.
Quelle © EPA/Ansa David Sassoli: überzeugter Europäer
David Sassoli: überzeugter Europäer

Seine Erkrankung machte Sassoli im November selbst über den Kurznachrichtendienst Twitter öffentlich. Im September habe er eine schlimme Legionellen-Pneumonie erlitten, teilte Sassoli damals mit. Die Legionellen-Pneumonie ist eine schwere Form der Lungenentzündung, die von Bakterien verursacht wird. Zunächst sei er in Straßburg behandelt worden, dann zur Genesung nach Italien gereist, doch sein Zustand habe sich verschlimmert. Er wolle so bald als möglich zur Arbeit zurückkehren, so Sassoli damals, er dankte seinen Ärzten und meinte zum Schluss: "Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder."


Sassoli starb in der Nacht auf Dienstag in einem Krankenhaus in der Provinz Pordenone. Dort war er wegen einer schweren Störung des Immunsystems behandelt worden (hier lesen Sie mehr).

Grazie, davvero di cuore, a tutte e tutti voi...
Ci rivediamo presto in Parlamento! pic.twitter.com/1PrHHQysR0

— David Sassoli (@DavidSassoli) November 9, 2021 ">

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Ci rivediamo presto in Parlamento! pic.twitter.com/1PrHHQysR0

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Würdigungen aus ganz Europa

Zahlreiche Persönlichkeiten würdigten Sassoli. "Als Mann der Institutionen, als überzeugter Pro-Europäer, als leidenschaftlicher Journalist war Sassoli ein Symbol für Ausgewogenheit, Menschlichkeit und Großzügigkeit", sagte Ministerpräsident Mario Draghi. "Mit Sassoli verlieren wir einen wertvollen Politiker, aber vor allem einen Freund, einen Mann, der sein Leben in den Dienst der Menschen gestellt hat, zunächst im Journalismus und dann in den Institutionen als Präsident des Europäischen Parlaments. Ruhe in Frieden, lieber Freund", so Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für auswärtige Angelegenheiten. "Europa verliert einen engagierten Parlamentspräsidenten, Italien einen klugen Politiker und Deutschland einen guten Freund", teilte die deutsche Regierung mit.

pg/apa


					

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