Tagesschau
22. Jänner 2022 aktualisiert um 09:40
Politik und Institutionen

Italien

Offiziell: Mitte-rechts will Berlusconi zum neuen Staatspräsidenten machen

Unternehmer, Ministerpräsident, Verurteilter: Nun könnte Silvio Berlusconi Staatspräsident werden - und Mitte-rechts findet das gut.
Quelle © Ansa Silvio Berlusconi könnte im Quirinal nicht mehr Gast, sondern Hausherr sein
Silvio Berlusconi könnte im Quirinal nicht mehr Gast, sondern Hausherr sein
Das Mitte-rechts-Lager stellt sich offiziell geschlossen hinter den "cavaliere": Silvio Berlusconi, 85 Jahre alt, soll die Nachfolge von Sergio Mattarella antreten, so wollen es Forza Italia, die Lega und Fratelli d'Italia. Die Parteien fordern Berlusconi auf, offiziell zu erklären, ob er sich um den Posten bewerben wolle, wenn die Amtszeit von Präsident Mattarella am 3. Februar endet.

Das Mitte-rechts-Lager teilte nach einem Gipfeltreffen am Freitagnachmittag mit, Berlusconi sei die geeignete Persönlichkeit, um das Amt des Staatspräsidenten in dieser schwierigen Lage zu bekleiden. Berlusconi würde das Amt mit Ansehen und Erfahrung ausfüllen, hieß es in einer anschließend verlautbarten gemeinsamen Erklärung. Obwohl Berlusconi noch nicht offiziell seine Kandidatur bekanntgegeben hat, bemüht er sich schon seit Wochen, im Parlament Konsens für sich zu gewinnen.

Wahl beginnt in zehn Tagen

Die Wahl des Staatspräsidenten beginnt am 24. Jänner. 1.009 Wahlleute sind wahlberechtigt (630 Abgeordneten, die 315 gewählten Senatoren, sechs Senatoren auf Lebenszeit sowie 58 Vertreter der Regionen). Die Wahl findet in geheimer Abstimmung statt. Für die ersten zwei Wahlgänge ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Danach genügt eine einfache Mehrheit.

pg/apa

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Politik und Institutionen