Tagesschau
22. Jänner 2022 aktualisiert um 08:10
Sport

​Causa Djokovic

Novax Djokovic: Sonntag soll endgültig entschieden werden

Der Fall Novak Djokovic geht in die nächste Runde. Bis zur Entscheidung darf Titelverteidiger Djokovic bleiben.
Quelle © Ansa Entscheidung über Teilnahme am Sonntag
Entscheidung über Teilnahme am Sonntag
Für Novak Djokovic ist der nächste wichtige Termin kein Match, sondern eine Anhörung bei der Einwanderungsbehörde am Samstag, Ortszeit 8 Uhr. Anschließend kann er von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr mit seinen Anwälten den Gerichtstermin am Sonntag vorbereiten. Bis dahin muss er nicht in Abschiebehaft.

Ungültiges Visum

Das Visum des ungeimpften Djokovic war zuvor in einer persönlichen Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke ein zweites Mal für ungültig erklärt worden. Dies sei gut begründet und "im öffentlichen Interesse", hatte der Minister mitgeteilt. Djokovic ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und deswegen eine umstrittene Person in dem Land, das seit Beginn der Pandemie harte Regeln aufgestellt hat.

Gerüchte von bevorstehender Festnahme

Zuletzt hatte der Anwalt des Tennis-Stars öffentlichwirksam verbreitet, Djokovic könnte am Samstag verhaftet werden. So groß der Ärger über solche Informationen bei den Djokovic-Fans ist, so stark steht die Australische Öffentlichkeit hinter der konsequenten Einhaltung der Coroina-Einreise-Bestimmungen. Einer Umfrage der Mediengruppe News Corp zufolge befürworten 83 Prozent der Befragten den Versuch, Djokovic wieder des Landes zu verweisen. Die Impfquote in Australien liegt bei 91 Prozent, viele Menschen sind über Ausnahmen für Ungeimpfte empört. Sie hatten sich zudem in der Pandemie massiv einschränken müssen, als sie den weltweit längsten Lockdown über sich ergehen lassen mussten. Zuletzt stieg die Zahl der Neuinfizierten wieder stark an.

Weltweite Diskussionen

Ungeachtet dessen sorgt der Fall Djokovic weltweit für Diskussionen und sogar auch für diplomatische Spannungen zwischen Australien und Serbien. Zudem nahm die weltweite Debatte über Rechte für Ungeimpfte an Fahrt auf.

Impfskeptiker Djokovic

Ganz unabhängig vom Ausgang der Melbourne-Saga wird auch der Rest des Tennis-Jahres für Djokovic zur Herausforderung, wenn er weiter ungeimpft bleibt. Es ist zumindest nicht unwahrscheinlich, dass auch andere Tennis-Veranstalter dem Beispiel Australiens folgen werden und nur geimpfte Spielerinnen und Spieler zulassen.
 
(apa/zb)

					

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