Tagesschau
28. November 2022 aktualisiert um 16:58
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Ornella Muti will Russin werden

Die Schauspielerin Ornella Muti hofft auf die russische Staatsbürgerschaft. „Man muss dort sein, wo es eine Zukunft gibt“, so die Filmdiva, die mit bürgerlichem Namen Francesca Romana Rivelli heißt.
Quelle © Ansa  Ornella Muti bei einem Fototermin zum Auftakt des 72. Festivals von San Remo.
Ornella Muti bei einem Fototermin zum Auftakt des 72. Festivals von San Remo.
Die Filmschauspielerin Ornella Muti, ist Stargast beim diesjährigen Songfestival von Sanremo. Schlagzeilen macht die 61-Jährige aktuell aber mit anderen Dingen: Sie will die russische Staatsbürgerschaft erhalten. "Ich würde mich freuen, den russischen Pass von den Händen von (Russlands Präsidenten Wladimir) Putins zu erhalten", sagte Muti italienischen Medien.
 
"Ich habe bereits eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, und wir arbeiten seit einem Monat am nächsten Schritt, der Einbürgerung. Man muss dort sein, wo es eine Zukunft gibt. Russland ist das Land meiner Vorfahren, meiner Großmutter und meines Großvaters, meiner Mutter. Ich habe immer versucht, diese russischen Wurzeln in mir selbst zu finden", sagte die Schauspielerin, die 2020 Richard Lugners Gast beim Wiener Opernball war.
 
Die Großeltern mütterlicherseits von Ornella Muti, die mit bürgerlichem Namen Francesca Romana Rivelli heißt, waren Deutschbalten und lebten bis zu ihrer Flucht nach Estland im russischen St. Petersburg. Muti selbst wurde in Rom geboren, ihr Vater war ein Journalist aus Neapel, ihre Mutter eine Deutschbaltin namens Ilse Renate Krause.

Dreizimmerwohnung in Moskau 

Vor einem Monat verkündete das russische Staatsfernsehen, dass Muti im Begriff sei, nach Moskau zu ziehen, wo sie eine Dreizimmerwohnung in Ostoschenka, einem der exklusivsten Viertel der russischen Hauptstadt, kaufen wolle. Wegen ihrer Verehrung für Wladimir Putin hatte sie bereits ein Gerichtsverfahren am Hals.
 
Weil sie 2010 einen Theaterauftritt in Pordenone wegen einer angeblichen Erkrankung abgesagt hatte, stattdessen aber an einem Charitydinner an der Seite Putins in St. Petersburg teilnahm, musste sie sich wegen Betrugs verantworten.
 
Sie wurde zu acht Monaten Haft und 600 Euro Bußgeld verurteilt. Die Schauspielerin trat die Haft nicht an und zahlte stattdessen 30.000 Euro Strafe. Die Gage für Mutis Auftritt im Verdi-Theater von Pordenone soll bei 25.000 Euro gelegen haben.

(apa/al)

					

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