Tagesschau
04. Juli 2022 aktualisiert um 15:58
Politik und Institutionen

Ukraine

Kriegsverbrecher-Prozess in Kiew: Soldat legt Berufung ein

Der 21-jährige russische Soldat hatte zunächst Reue gezeigt und ein Geständnis abgelegt. Nun will er Berufung gegen sein Urteil einlegen.
Quelle © Ansa Kriegsverbrecher
Kriegsverbrecher
Der russische Soldat, der im ersten ukrainischen Kriegsverbrecherprozess zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, geht nun gegen seine Verurteilung vor. Der 21-Jährige habe Berufung eingelegt, sagte sein Anwalt am heutigen Donnerstag der ukrainischen Nachrichtenseite 24tv. Ein Gericht in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hatte es vor einem Monat als erwiesen angesehen, dass der Panzersoldat 28. Februar einen unbewaffneten 62 Jahre alten Zivilisten erschoss.

Soldat hatte Reue gezeigt

Der Soldat hatte zuvor ein Geständnis abgelegt. Unter großer internationaler Aufmerksamkeit hatte sich der aus Sibirien stammende Panzersoldat entschuldigt. "Ich bedauere es. Ich bereue es sehr. Ich habe mich nicht geweigert, und ich bin bereit, alle Maßnahmen zu akzeptieren, die verhängt werden", hatte er gesagt.
Für die Ukraine war der Prozess erst der Beginn der Aufarbeitung zahlloser mutmaßlicher Kriegsverbrechen seit Beginn der russischen Invasion vor vier Monaten.

bt/apa

					

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