Tagesschau
04. Juli 2022 aktualisiert um 18:00
Umwelt

Stromgeschäft

Abgeben statt abkassieren

Die steigenden Strompreise wären für die Energieerzeuger eigentlich ein Glücksfall. Doch der Staat verlangt hohe Abgaben.
Quelle © Pexels
Südtirols Produzenten von erneuerbarer Energie fürchten um ihre Einnahmen. Zum einen wegen der anhaltenden Trockenheit, zum anderen wegen neuer Abgaben, die der Staat fordert. Zahlen sollen Produzenten von erneuerbarer Energie. Diese Auflagen treffen in Südtirol jene, die Strom aus Wasserkraft produzieren. Aber auch wer Strom mithilfe der Photovoltaik erzeugt, wird zur Kasse gebeten.

80 Prozent Abgaben

Statt hoher Einnahmen durch den steigenden Strompreis haben diese Stromerzeuger wachsende Sorgen. Ein Dekret der Regierung Draghi sieht nämlich vor, dass der Großteil der Einnahmen aus dem Stromverkauf von Februar bis Dezember abgegeben werden muss. Die Rechtsexpertin des Südtiroler Energieverbandes Stephanie Maffei, rechnet vor: "Von derzeit 30 Cent pro Kilowattstunde bleiben nur sechs übrig. 24 Cent will nämlich der Staat kassieren." Das entspricht 80 Prozent der Einnahmen.

Hilferuf an Parlamentarier

Ein Solidaridätsbeitrag sei richtig, er dürfe aber nicht zum Schaden der Betriebe und Bürger ausfallen, sagt Maffei. Man hofft nun, auch mit Hilfe der Südtiroler Senatoren und Kammerabgeordneten die hohen Abgaben abwenden zu können.
 
(ge/sk)
 

					

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