Tagesschau
19. August 2022 aktualisiert um 13:53
Verkehr und Straßenzustand

Verkehr

Mit „Niedrig-Emissions-Zone“ die Dolomitenpässe entlasten?

Das Land will eine Niedrig-Emissions-Zone rund um die Dolomitenpässe einführen. Ziel: Verkehr reduzieren, buchbare Straßen einführen und lärmstarke Fahrzeuge verbieten. Umsetzung allerdings ungewiss.
Quelle © Tgr Trento Im Sommer sind die Parkplätze entlang der Passtraßen in den Dolomiten immer gut gefüllt.
Im Sommer sind die Parkplätze entlang der Passtraßen in den Dolomiten immer gut gefüllt.
Laut Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider prüft das Land Südtirol derzeit die rechtlichen Voraussetzungen für eine Niedrig-Emissions-Zone rund um die Dolomitenpässe. Damit könnte man den Verkehr auf den Pässen einschränken, buchbare Straßen einführen und sogar lärmstarke Fahrzeuge verbieten, so Alfreider.

„Wir wollen weniger Lärm, wir wollen weniger Emissionen und dafür braucht es ein neues rechtliches Konstrukt. Unsere Anwälte und Juristen sind dabei, das auszuarbeiten, gemeinsam mit dem Ministerium.“

Daniel Alfreider
Die Low-Emission-Zone muss laut Alfreider auf wissenschaftlichen Daten basieren: „Das heißt unsere Daten des Verkehrs, des Lärms, der Emissionen haben wir jetzt zusammengetrommelt, um das gemeinsam mit dem Veneto und dem Trentino zu erstellen.“
 
Konkretes Ziel sei es, Fahrzeuge zu kontingentieren, besonders Lärmstarke Fahrzeuge auszuschließen und durch buchbare Straßen ein Maximalaufkommen an Verkehr festzulegen und einzuhalten.
 
Die technischen Vorarbeiten dafür seien bereits in Auftrag gegeben worden, sagt der Landesrat. Für die Einführung einer Niedrig-Emissions-Zone braucht es aber die Genehmigung der zuständigen Ministerien und aus Rom gibt es bislang keine Zusagen. Alfreider hofft dennoch, das Vorhaben innerhalb 2024 umsetzen zu können.
 
(al/sf)

					

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