Tagesschau
11. August 2022 aktualisiert um 18:41
Chronik

Italien

Verona: Trinkwasser wegen Trockenheit eingeschränkt

Verona hat wie Pisa und Lucca wegen der Dürre die Trinkwasser-Nutzung stark eingeschränkt. Die Regierung denkt an eine Notstands-Verordnung.
Quelle © Pixabay
Wegen der anhaltenden Trockenheit und Dürre hat der neue Bürgermeister von Verona, Damiano Tommasi, die Trinkwasser-Nutzung in der Stadt stark eingeschränkt. Die Regierung berät am Montag über einen möglichen Notstand. 

Verona: Trinkwasser nur tagsüber

Bis Ende August darf Trinkwasser tagsüber nur noch zur Nahrungsaufnahme, zur Körperhygiene und zur Reinigung im Haushalt verwendet werden. Verboten ist unter anderem die Bewässerung von Gärten. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen bis zu 500 Euro. 

In der Nacht, also von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr, sind die Tätigkeiten zwar erlaubt, die Stadt bittet aber ihre Bürger, davon abzusehen. Auch in Pisa unterzeichnete Bürgermeister Michele Conti eine ähnliche Anordnung: In der bei Touristen beliebten Stadt in der Toskana darf ab 11. Juli Trinkwasser nur noch im Haushalt verwendet werden.

Po am niedrigsten Stand seit 70 Jahren

Italien leidet unter der heftigsten Trockenheit seit Jahrzehnten, viele Flüsse wie etwa der Po weisen die niedrigsten Pegelstände seit mehr als 70 Jahren auf. In zahlreichen Gemeinden müssen die Leute schon seit Wochen Wasser sparen, Tanklaster werden vielerorts zum Auffüllen der Wasserspeicher eingesetzt. Städte wie Mailand haben großen Brunnen schon das Wasser abgedreht.

Kommt der Notstand am Montag?

Mehrere Regionen ersuchte die Regierung in Rom bereits, den Notstand auszurufen, um weitere Hilfsgelder und Einsätze des Zivilschutzes zu ermöglichen. Ministerpräsident Mario Draghi kündigte an, dass ab Montag entsprechende Schritte folgen könnten.

ka dpa ansa

					

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