Tagesschau
13. August 2022 aktualisiert um 19:44
Wirtschaft und Arbeit

Neues Hilfspaket gegen Teuerungen

Unterstützung für Familien, mehr Geld für Rentner, weiter gesenkte Treibstoff-Steuern. Damit will die Regierung in Rom die Teuerungen auffangen.
Quelle © Pixabay
Mit einem neuen, aber umstrittenen Hilfspaket will die Regierung in Rom gegen die Teuerungen der vergangenen Monate vorgehen, die durch den Ukrainekrieg und die steigenden Energiepreise ausgelöst wurden.

Maßnahmen in Höhe von 14,5 Milliarden Euro

Das Paket umfasst insgesamt Maßnahmen in Höhe von 14,5 Milliarden Euro. 8 Milliarden Euro sind zur Abfederung der Strom und Gaspreise vorgesehen, 5 Milliarden Euro kommen bedürftigen Familien zu.  Steuererleichtungen gibt es für Familien für Einkommen bis zu 35.000 Euro. 

* Die Akzisen auf Treibstoffe bleiben bis 20. September ausgesetzt. 

* Um die Kaufkraft älterer Menschen zu stützen, zieht  die Regierung die für 2023 vorgesehene Aufwertung der Pensionen um zwei Prozent auf das vierte Quartal vor. Allein das kostet die Staatskassen rund 2,4 Milliarden. Da die Steuereinnahmen besser ausfallen als prognostiziert, wird die Finanzierung des Pakets das Ziel der Regierung eines öffentlichen Defizits von 5,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) nicht in die Höhe treiben.

* 400 Millionen erhalten Gemeinden und Provinzen, um die steigenden Energiekosten zu decken. 350 Millionen sind für die Gemeinden vorgesehen, 50 für die Provinzen. 


Das Paket ist eine der letzten Maßnahmen von Ministerpräsident Mario Draghi vor der vorgezogenen Parlamentswahl am 25. September. Bereits im Jänner hatte die Regierung ein Maßnahmenpaket in Höhe von rund 33 Milliarden Euro beschlossen, um die Auswirkungen der stark steigenden Strom-, Gas- und Benzinkosten zu mildern. 

ka apa ansa
 

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Wirtschaft und Arbeit