Tagesschau
14. August 2022 aktualisiert um 05:54
Politik und Institutionen

Schule

1. Runde: Nur jede zweite Lehrer-Stelle vergeben

Bei der ersten Runde der Stellenwahl konnte nur jeder zweite Arbeitsplatz besetzt werden. Jetzt wählen die Schulen die Lehrpersonen aus.
Quelle © Pexels Es werden noch viele Lehrpersonen gesucht
Es werden noch viele Lehrpersonen gesucht
Die Stellenwahl für die Lehrpersonen an den deutschsprachigen Grund-, Mittel- und Oberschulen ist abgeschlossen. Über 1.000 Lehrpersonen haben eine Stelle erhalten. Nun sind die Schulen am Zug.
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Die Online-Stellenwahlen für die Vergabe der unbefristeten und befristeten Lehraufträge in den deutschsprachigen Grund-, Mittel- und Oberschulen im Schuljahr 2022/2023 wurden heuer wiederum online durchgeführt, und zwar vom 28. Juni bis 1. Juli für die unbefristeten Arbeitsverträge und vom 28. Juli bis 3. August für die befristeten Arbeitsverträge.

Teilweise geringes Interesse

Die Lehrpersonen konnten somit bequem von zuhause oder von jedem Ort mit Internetverbindung ihre Stelle für das kommende Schuljahr wählen.
Bei der Vergabe von unbefristeten Lehraufträgen (Stammrolle) klaffen Angebot und Nachfrage weit auseinander. In einigen Fächern und Bereichen gibt es zwar zahlreiche Stellen, aber kaum Bewerbungen (Technische Fächer, Italienisch in der Mittel- und Oberschule, Integration in allen Schulstufen).

In anderen Fächern gibt es keine oder sehr wenige Stellen und viele Bewerber (Religion in allen Schulstufen, Musik und Sport in der Mittel- und Oberschule, Englisch in der Oberschule).

So konnten nur 211 der möglichen 434 Stammrollenstellen vergeben werden, bei 1126 Bewerbenden mit Lehrbefähigung.

Von den neuen Stammrollenlehrpersonen haben bei der Stellenwahl 141 ihren ersten und 21 ihren zweiten Stellenwunsch erhalten.

Bei der Vergabe der befristeten Lehraufträge (Supplenz) haben von 1150 Bewerbern in den Ranglisten 812 eine Stelle gewählt, davon haben 629 ihren ersten und 92 ihren zweiten Stellenwunsch erhalten. Weiters erhielten auch 41 Klassenlehrpersonen der Grundschule mit unbefristetem Arbeitsvertrag über die Online-Stellenwahl einen provisorischen Dienstsitz, dies sind 16 mehr als im vorigen Jahr.

Nur jede zweite Stelle vergeben

Bei allen Stellenwahlen zusammen wurden 1904 Stellen angeboten. Davon wurden 1003 gewählt und 901 blieben frei. Der Anteil der vergebenen Stellen ist in den Fächern sehr unterschiedlich. So wurden in der Oberschule bei Philosophie, Sport, Biologie, Italienisch und Englisch alle Stellen durch die Stellenwahl besetzt.

In den technischen Fächern ist der Anteil der vergebenen Stellen teilweise sehr niedrig: Im Fach Informatik wurden bei der Stellenwahl nur 16 Prozent der freien Stellen vergeben, im Fach Mechanik waren es sogar nur elf Prozent.

Die frei gebliebenen Stellen werden nun von den Schulen vergeben. Dabei kommen auch Bewerber ohne die für den Lehrberuf vorgeschriebene Qualifikation zum Zug.

Interessierte können sich über die Landeswebseiten zur deutschsprachigen Schule bewerben.
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cb

					

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