Tagesschau
04. Oktober 2022 aktualisiert um 11:39
Politik und Institutionen

Selenskyj bei UNO-Vollversammlung: "Russland muss bestraft werden"

Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kann es nach der Auffassung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj keine neutrale Haltung geben.
Quelle © Ansa  Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
"Wer von Neutralität spricht, wenn menschliche Werte und Frieden angegriffen werden, meint etwas anderes", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft vor der UN-Vollversammlung in New York. Wer hier von Neutralität spreche, meine eigentlich Gleichgültigkeit.
 
"Sie tun so, als ob sie sich für die Probleme der anderen interessieren würden. Sie kümmern sich formal um den anderen, sie zeigen Sympathie nur aus Protokollgründen", kritisierte er Länder, die in dem Konflikt nicht eindeutig Position beziehen wollen. "Sie tun so, als würden sie jemanden schützen, aber in Wirklichkeit schützen sie nur ihre eigenen Interessen."

Eine solche Haltung schaffe die Voraussetzungen für Krieg. Und eine solche Haltung müsse korrigiert werden, um die Voraussetzungen für Frieden zu schaffen.

"Russland will Krieg" 

Russland ist nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht ernsthaft an Friedensgesprächen interessiert. "Sie reden über die Gespräche, aber sie kündigen eine militärische Mobilisierung an. Sie reden über die Gespräche, aber sie kündigen Scheinreferenden an. Russland will Krieg", sagte Selenskyj.

"Russland muss bestraft werden"

Der ukrainische Präsident forderte, dass Moskau das Veto-Recht im UNO-Sicherheitsrat entzogen werden soll. "Es wurde ein Verbrechen gegen die Ukraine begangen, und wir fordern eine Bestrafung", sagte Selenskyj. Russland müsse bestraft werden für das Morden, die Folter, die Erniedrigungen und die desaströsen Turbulenzen, in die es die Ukraine gestürzt habe.

(apa/joi)

					

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