Schafft es Alexander van der Bellen im ersten Wahlgang mit mehr als 50 Prozent der Stimmen oder ist eine Stichwahl notwendig? Dies scheint bei der Wahl des Bundespräsidenten in Österreich die wirklich offene Frage. Noch nie gab es so viele Gegenkandidaten, nämlich sechs. Aber keine der größeren Parteien bis auf die FPÖ hat einen eigenen Kandidaten aufgestellt. Es war ein skurriler Wahlkampf.

Alle Kandidaten von links nach rechts: Dominik Wlazny, Michael Brunner, Tassilo Wallentin, Amtsinhaber Alexander Van der Bellen, Walter Rosenkranz, Heinrich Staudinger und Gerald Grosz.
Chancen in eine Stichwahl zu kommen hat am ehesten der Kandidat der FPÖ Walter Rosenkranz, er ist Burschenschaftler, langjähriger FPÖ-Exponent, Volksanwalt. Amtsinhaber Alexander van der Bellen, mittlerweile 78, gibt sich staatstragend wie hemdsärmelig. In die Amtszeit des früheren Grünen-Politikers aus dem Kaunertal fiel unter anderem die Ibiza-Affäre um den FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache, und das Ende der Regierung Kurz. Dass van der Bellen schon im 1. Wahlgang mehr als 50 Prozent erreicht, ist möglich. Es wird ein knapper Wahlausgang prognostiziert.
ka bs
Die Gegenkandidaten
Im Unterschied zu Italien oder Deutschland wird das Staatsoberhaupt in Österreich nicht von den Parteien im Parlament sondern direkt von der Bevölkerung gewählt. Was ihm eigene Autorität verleiht. Und etwa auch die Macht, eine gewählte Regierung zu entlassen. Kein Präsident hat von diesem Recht je Gebrauch gemacht. Aber gleich mehrere Gegenkandidaten von Amtsinhaber van der Bellen sinnieren in diese Richtung: Etwa der frühere Freiheitliche Gerald Grosz, langjähriger Wegbegleiter von Jörg Haider mit dem Spruch: „Wählen sie Grosz, dann sind Sie die Regierung los."
Alle Kandidaten von links nach rechts: Dominik Wlazny, Michael Brunner, Tassilo Wallentin, Amtsinhaber Alexander Van der Bellen, Walter Rosenkranz, Heinrich Staudinger und Gerald Grosz.
Vom Schuhhändler zum Gründer der Bierpartei
Zur Wahl treten nur Männer an. Etwa der Anwalt und Impfgegner Michael Brunner, Obmann der MFG, die die Anti-Corona-Maßnahmen rundum ablehnt und auch Sanktionen gegen Russland. Tassilo Wallentin ist Kolumnist der Kronen-Zeitung. Er sieht u.a. eine Überbevölkerung auf der Erde. Heinrich Staudinger ist als Schuhhändler und Gründer der Handelsfirma GEA für nachhaltige Waren bekannt. Dominik Wlazny, kennt man wenn dann unter seinem Musikernamen Marco Pogo, er ist Gründer der Bierpartei.Chancen in eine Stichwahl zu kommen hat am ehesten der Kandidat der FPÖ Walter Rosenkranz, er ist Burschenschaftler, langjähriger FPÖ-Exponent, Volksanwalt. Amtsinhaber Alexander van der Bellen, mittlerweile 78, gibt sich staatstragend wie hemdsärmelig. In die Amtszeit des früheren Grünen-Politikers aus dem Kaunertal fiel unter anderem die Ibiza-Affäre um den FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache, und das Ende der Regierung Kurz. Dass van der Bellen schon im 1. Wahlgang mehr als 50 Prozent erreicht, ist möglich. Es wird ein knapper Wahlausgang prognostiziert.
ka bs