Tagesschau
02. Dezember 2022 aktualisiert um 11:11
Politik und Institutionen

Toblacher Gespräche

Fabian Scheidler: "Steuerzahler finanzieren fossile Energie"

Laut dem Autor Fabian Scheidler finanzieren wir Steuerzahler indirekt die "Zerstörung der Erde", über die Staatssubventionen für fossile Energie.
Quelle © flickr
Die 33. Auflage der Toblacher Gespräche hat sich neben der Frage nach den Tierrechten auch mit der Klima- und Energiekrise befasst. Laut dem Autor und Philosophen Fabian Scheidler geht die Energiewende auch deshalb so langsam voran, weil Staaten Öl, Gas und Kohle noch immer sehr stark subventionieren. Die Kosten dafür trage aber der Steuerzahler. 

Scheidler: "Steuerzahler finanzieren die Zerstörung des Planeten"

Laut Scheidler weist darauf auch der internationale Währungsfonds hin: "Dass wir als Steuerzahler die Zerstörung des Planeten eigentlich finanzieren, indem wir mit über 5 Billionen Dollar jedes Jahr die fossilen Energien, Erdöl, Kohle und Gas subventionieren." Und dann frage man sich, warum die Umstellung so langsam gehe.

Die Finanzierung durch Steuern oder besser durch Staatssubventionen erfolge auch für "destruktive Branchen" wie die Autobranche oder für den Flugverkehr.  All diese Branchen seien hochsubventioniert, unterstreicht der Autor.

"Wenn dieses staatliche Geld Gemeinwohl-orientierten Strukturen zufließen würde, die für den ökologischen Wandel stehen, dann würde die Welt ganz anders aussehen."
Fabian Scheidler

Lange bevor Klimakrise und Energiekrise das Thema in den Focus der Öffentlichkeit gerückt haben, befassten sich die jährlichen Toblacher Gespräche schon mit Solarenergie und Elektromobilität, mit Agrarökologie und Digitalisierung.

Toblacher Gespräche: "Was wissen Tiere?"

In diesem Jahr, in dem die Frage nach alternativen Energiequellen und effizientem Umgang mit Energie und Nachhaltigkeit in aller Munde sind, fragen die Toblacher Gespräche ganz etwas anderes: "Was wissen die Tiere?" Das Thema hänge sehr wohl mit der Nachhaltigkeitsdebatte zusammen, betonen die Vorreiter der Klimadebatten in Südtirol. Denn der Klimawandel habe viel mit unserem Umgang mit der Natur zu tun, deshalb müsse jeder einzelne Baustein des Themas beleuchtet werden, unterstreicht der Moderator und Ideator der Toblacher Gespäche, Karl Ludwig Schibel. Nach dem Motto: Obwohl Hund und Schwein gleich intelligent sind, werden die einen vergötzt, und die anderen gemästet und gegessen.

Die Toblacher Gespräche im Kulturzentrums des Grand Hotels in Toblach zum Thema "Was wissen die Tiere" enden heute Abend. 

ka hp

					

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