Gesundheitswesen

Die Zerzer-Frage und: Schael ist nicht nachtragend

Im Gesundheitsbetrieb wird darüber gerätselt, ob der Generaldirektor Florian Zerzer im Herbst noch im Amt sein wird. Denn es ist unklar, ob er die Bewerbungsfrist hat verstreichen lassen. Thomas Schael stünde bereit.

Die Zerzer-Frage und: Schael ist nicht nachtragend
Rai Tagesschau

Kann Florian Zerzer ab Oktober 2023 als Generaldirektor im Gesundheitsbetrieb weitermachen? Klar ist: Er scheint nicht auf der Liste der Kandidaten auf, die sich bis zum 2. Mai für die Stelle beworben haben. Unklar ist, ob Zerzer sich überhaupt neu bewerben muss.

Laut der Abteilungsdirektorin der Abteilung Gesundheit Laura Schrott werden Direktionsposten automatisch verlängert, wenn die Betroffenen entsprechende Voraussetzungen erfüllen und sich nichts zu Schulden kommen lassen. 

Anderen Quellen zufolge hätte sich Zerzer innerhalb 2. Mai 12 Uhr erneut bewerben müssen, was er jedoch nicht tat.

Damit könnte eine Verlängerung seiner Tätigkeit, die am 15. Oktober ausläuft, infrage stehen. In der staatlichen Liste der Generaldirektoren, die Anfang März veröffentlicht wurden, ist Florian Zerzer nicht gelistet.

Thomas Schael wäre bereit

Der ehemalige Generaldirektor Thomas Schael bringt sich ins Gespräch. Er wäre bereit, die Stelle noch einmal übernehmen. Er sei vor fünf Jahren zu Unrecht wegen eines Versicherungsfalls entlassen worden, sagte Schael zu Rai Südtirol. Das habe man aber inzwischen auch in Südtirol eingesehen. 
Schael schreibt auf Anfrage: "Ich bin nicht nachtragend wegen der Aufkündigung des Vertrages vor 5 Jahren und gebe die Verantwortung nicht dem Landeshauptmann Kompatscher sondern der Landesrätin Stocker. Ich habe mich immer gut mit Kompatscher verstanden und da er jetzt auch Landesrat der Sanität ist würden wir auch inhaltlich gut zusammenarbeiten. Da wahrscheinlich in der Landesliste übrig bleibt, wäre ich der einzige politisch tragbare Kandidat als Generaldirektor der Sabes."