Sommer 2023: Von Hitzewelle bis Hochwasser war alles dabei

Auch dieser Sommer war heißer als im Durchschnitt. Dazu kamen einer der größten jemals in Südtirol gemessenen Hagelschläge und mehrere Unwetter.

Sommer 2023: Von Hitzewelle bis Hochwasser war alles dabei
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Der Sommer 2023 heizte Südtirol ordentlich ein. Drei Hitzewellen zählten Meteorologen in den vergangenen drei Monaten. „Zwei kürzere davon gab es im Juli, die dauerten nur wenige Tage an“, resümiert Dieter Peterlin vom Landeswetterdienst. 

Die höchsten Temperaturen in diesem Sommer wurden erst vergangene Woche verzeichnet. Die stärkste und längste Hitzewelle hatte ihren Höhepunkt am 23. August, meldet der Meteorologe. In Bozen wurden an dem Tag 37,3 Grad gemessen.

Überdurchschnittlich heiß

Doch es gab nicht nur Tage zum Schwitzen. Neben den Hitzetagen gab es in diesem Sommer auch eine recht frische Periode. Anfang August kühlte es zeitweilige stark ab. In Sexten wurde am 8. August eine Tiefsttemperatur von 1,3 Grad gemessen.

Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass sich auch der Sommer 2023 in die Gruppe der immer heißer werdenden Jahreszeiten einreiht. „Insgesamt war dieser Sommer überdurchschnittlich warm – zumindest im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt,“ erklärt der Meteorologe. Die Temperaturen lagen heuer laut Aufzeichnungen um ein Grad über dem Durchschnitt.

Rekord-Hagel

Mit dem letzten Augusttag geht der meteorologische Sommer zu Ende. Daher zieht der Wetterdienst Bilanz. Dabei sticht ein Ereignis in diesem Jahr besonders hervor: Der Hagelschlag am 11. Juli. „An dem Abend fielen im Sarntal und im Eisacktal die größten jemals in Südtirol dokumentierten Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu neun Zentimeter,“ erinnert Dieter Peterlin in seinem Rückblick.

Und noch zwei weitere Wetterereignisse waren auffallend. Eine Woche nach dem heftigen Hagel fegte eine starke Sturmfront über Südtirol mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 100 Kilometern pro Stunde. Und die Hitzewelle im August wurde durch ein Hochwasserereignis beendet, die größten Niederschlagsmengen von über 100 Liter pro Quadratmeter wurden dabei im Westen und Norden Südtirols verzeichnet. In den Sommermonaten wurden in ganz Südtirol 29.000 Blitze registriert, meldet der Landeswetterdienst in seiner Sommerbilanz.