Mehr Einsätze für Bergretter: „Viele Wanderer sind zu spät dran“

Warmes Wetter, viele Einsätze. Die Bergretter mussten im Oktober oft ausrücken. Auch weil viele Wanderer unvorsichtig sind.

Mehr Einsätze für Bergretter: „Viele Wanderer sind zu spät dran“
Bergrettung im AVS
Schöner Herbst, viele Einsätze: Die Bergretter mussten im Oktober oft ausrücken.

Am Samstag musste die Bergrettung am Langkofel zwei Bozner Bergsteiger in Sicherheit bringen. Die jungen Männer waren beim Abseilen von der Zahnkofel-Scharte einen Steinschlag geraten und setzten wegen der einbrechenden Dunkelheit gegen 19 Uhr einen Notruf ab. Sie wurden unverletzt geborgen.

Kein Einzelfall: Wegen des ungewöhnlich warmen Herbstwetters waren in den vergangenen Wochen deutlich mehr Menschen in den Bergen unterwegs als sonst im Oktober. Für Südtirols Bergretter bedeutete das: mehr Einsätze. Das bestätigt der Landesleiter der Bergrettung im Alpenverein, Ernst Winkler. Zu Schwierigkeiten komme es deshalb jedoch nicht. Die Rettungsstellen verfügen über einen Bereitschaftsdienst und seien personell gut aufgestellt, so Winkler.

“Viele Wanderer übernehmen sich” 

Problematisch sei jedoch das Verhalten mancher Wanderer, die nicht einplanen, dass es jetzt im Herbst deutlich früher dunkel wird, sagt der Landesleiter der Bergrettung im Alpenverein. „Viele Wanderer übernehmen sich bzw. sind dann auch noch zu spät dran. Und das kann zum Problem werden. Dann kommen sie in der Dunkelheit nicht mehr vom Berg runter“, warnt Winkler und mahnt diesbezüglich mehr Vorsicht an.