Kompatscher: "Schließe Neuwahlen aus"

Laut Landeshauptmann Arno Kompatscher liegt man bei den Sondierungsgesprächen im Soll. Neuwahlen seien kein Thema. Die Opposition sieht dies anders.

Kompatscher: "Schließe Neuwahlen aus"
Rai Tagesschau

Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigt sich zuversichtlich, in der vorgesehenen Zeit eine Landesregierung bilden zu können. Es sei normal, dass in der Sondierungsphase jede Partei ihre Themen und ihren Wählerauftrag durchsetzen will. Am Ende gelte es einen Kompromiss zu finden. Man müsse zwei Dinge auseinanderhalten - nämlich die Rechtmäßigkeit der Landesregierung und ihre politische Ausrichtung. Zur Zahl der Landesräte in der neuen Regierung sagte Kompatscher, zwischen 8 und 11 seien vom Gesetz vorgesehen, daher sei alles in diesem Bereich legitim.

Harsche Kritik der Freiheit

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet die Streitereien, Ausgrenzungen und Erpressungen zur Bildung einer neuen Landesregierung als erbärmliches “Polit-Schauspiel”. Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten, Macht und Posten, sondern um die Bürger in unserem Land, die sich eine anständige und stabile Regierung wünschen, die sich endlich wieder um die realen Probleme der Menschen kümmert. Es würde den Parteien daher guttun, ihre maßlosen Forderungen zurückzuschrauben und endlich das Wahlergebnis anzuerkennen, meint der Oppositionspolitiker.

Es ist ein unwürdiges Schauspiel, wenn 30 Tage nach der Wahl noch nicht einmal mit den Koalitionsverhandlungen begonnen wurde. Wenn so weitergemacht wird, stehen in 60 Tagen Neuwahlen vor der Tür. Süd-Tirol kann sich so ein Chaos nicht leisten und die Bürger haben für so ein Theater auch kein Verständnis.

Sven Knoll, Süd-Tiroler Freiheit

Anstatt über Posten zu streiten, sollte endlich über Inhalte und das Programm einer neuen Regierung gesprochen werden, schreibt die Süd-Tiroler Freiheit in einer Aussendung.

Fratelli d`Italia hat inzwischen erklärt, bei der Forderung nach zwei Landesräten zu bleiben. Wegen dieser Forderung hat das Team K erklärt, nicht mehr für eine mögliche Koalition mit den italienischen Rechtspopulisten bereit stehen zu wollen.