Vor dem für heute und morgen erwartete zweite Regenereignis laufen die Vorsichtsmaßnahmen in Südtirol auf Hochtouren. Die durchnässten Böden sind nicht mehr sehr aufnahmefähig. Deswegen kann es zu Muren und Hangrutschungen kommen, aber auch zu Brüchen kleinerer Dämme. In den vergangenen Jahren wurde stark investiert in die Belastbarkeit der Dämme der Hauptflüsse. Besonders im Unterland werden Dammwachen die Lage kontrollieren.
Gleichzeitig wird versucht, mithilfe der Regulierung der Staudämme ein Übergehen der Bäche und Flüsse zu verhindern, erklärt der Direktor des Amtes für Hydrologie und Stauanlagen, Roberto Dinale. "Im ganzen Vinschgau halten alle Stauseen die Wassermengen, die jetzt fallen, zurück. Die kleineren Stauseen werden hingegen so gemanagt, damit das Wasser, das möglich ist zurückzuhalten, auch zurückgehalten wird“, sagt Dinale.
Beispiel Franzensfeste
Ein Beispiel ist laut Dinale der Stausee in Franzensfeste: „Dieser wurde bereits am Montag abgesenkt, um Platz zu machen fürs Hochwasser. Dieser wird heute noch einmal abgesenkt, um eben auch für dieses weitere Niederschlagsereignis ein bisschen Reserve zu schaffen."
Durch nassen Schneefall belastet werden die höheren Straßen. Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Besonders gefährdet ist das obere Pustertal. Erste Feuerwehreinsätze wegen Wasserschäden gibt es im Burggrafenamt.