Italien

Bauernprotest: Traktoren blockieren Straßen und Autobahnen

Die Mobilisierung der Landwirte ist nach Deutschland und Frankreich auch in Italien zu spüren. Bauern protestieren gegen die europäische Agrarpolitik und stellen Forderungen an die Regierung.

 Bauernprotest: Traktoren blockieren Straßen und Autobahnen
Ansa
Landwirte protestieren mit Traktoren in der Provinz Perugia.

Nach den Bauernprotesten in Deutschland und Frankreich, wird seit Tagen auch in Italien gegen die europäische Agrarpolitik protestiert. In der Emilia-Romagna, in Umbrien, in den Abruzzen und auch auf Sizilien gehen die Landwirte auf die Straße und blockieren mit ihren Traktoren den Verkehr. Grund für die Mobilisierung ist die Agrarpolitik der Europäischen Union. Die Landwirte fordern Subventionen und die Überprüfung der Großhandelspreise. Gleichzeitig sagen sie „Nein zu Laborfleisch, zu Insekten als Nahrungsmittel sowie zu Fotovoltaikanlagen auf produktiven Flächen".

Weizen- und Maiserzeuger sind über neue EU-Vorschriften verärgert, die für das heurige Jahr vorschreiben, einen Teil der Anbaufläche nicht zu bewirtschaften. Gleichzeitig kritisieren die Landwirte die Preispolitik. Sie würden weiterhin ein Taschengeld erhalten, während die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen.

Proteste in mehreren Regionen

In Umbrien, in der Provinz Perugia, zogen heute Morgen Landwirte mit ihren Traktoren durch die Straßen. Am Stadtrand von Assisi wurden knapp hundert Teilnehmer gezählt. Die Demonstration verlief in geordneten und ohne besondere Beeinträchtigung des Straßenverkehrs.

In den Abruzzen, bei Chieti, blockierten Demonstranten mit ihren Traktoren eine Mautstelle der Autobahn. Zu deutlichen Verkehrsbehinderungen kam es hingegen in der Region Latium. Dort blockierten Traktoren und Lieferwagen einen Kreisverkehr nahe der Auffahrt zur A1.