Ein 21-jähriger Mann aus München hat den Lawinenabgang bei Ratschings oberhalb der Inneren Wumblsalm nicht überlebt. Gemeinsam mit zwei weiteren Tourengehern, einem Mann und einer Frau, war er auf rund 2.100 Meter Höhe unterhalb des Glaitner Hochjochs verschüttet worden. Die beiden Begleiter des 21-Jährigen sind ebenfalls Anfang 20 Jahre alt. Sie konnten von Bergrettern reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Bozner Krankenhaus geflogen werden. Sie werden nun auf der Intensivstation behandelt. Im Einsatz standen rund 30 Einsatzkräfte und drei Hubschrauber.
Kampf gegen die Dunkelheit
Nach Neuschnee gestern war auch die Lawinengefahr gestiegen. Für die Rettungskräfte war es ein herausfordernder Einsatz, sie kämpften gegen die Dunkelheit. Gegen 17.45 Uhr konnten zwei der Verschütteten von den Bergrettern aus den Schneemassen befreit werden, kurz nach 18 Uhr auch die junge Frau, die als dritte Person vermisst war.
Eine vierte Person, die auf der Inneren Wumblsalm zurückgeblieben war, hatte eine Vermisstenmeldung abgegeben. Als abgängig gemeldet wurden die drei Touristen aus Deutschland. Die Bergretter hatten einen Suchflug gestartet und gegen 16 Uhr die Schneebrettlawine entdeckt.
“Wir waren sicher, dass die Gesuchten verschüttet waren”, sagt Bergretter Philipp Braunhofer. “Wir haben das LVS-Signal empfangen”. Die Tourengeher dürften das Schlotterjoch (2373 m) oder das Glaitner Hochjoch (2389 m) zum Ziel gehabt haben, unschwierige Skitourenziele. Um 18.30 Uhr war die Rettungsmannschaft rund um Braunhofer noch immer am Einsatzort. Pelikan 2, Pelikan 3 und Aiut Alpin waren im Einsatz, die Opfer wurden in die Krankenhäuser von Sterzing und Bozen gebracht.