Der Bergunfall am Pössnecker Klettersteig hat sich bereits am Samstag ereignet. Ersten Erkenntnissen zufolge, wollte der 44-jährige René Calliari aus Tramin am Samstag den Klettersteig an der westlichen Seite des Sella-Massivs besteigen. Als er am Abend nicht nach Hause zurückkehrte, schlugen seine Angehörigen Alarm.
Die Suchaktion mit mehreren Hubschraubern an der die Bergrettung Gröden, der Rettungshubschrauber Pelikan 1 sowie der Hubschrauber der Finanzpolizei und die Notfallseelsorge beteiligt waren, begann heute Morgen. Gegen 9.20 Uhr wurde der leblose Körper des Verunglückten entdeckt. Calliari war rund 200 Meter abgestürzt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Über den genauen Unfallhergang und ob der Traminer mit einem Klettersteigset gesichert war, ist noch nichts bekannt. Der Mann war alleine unterwegs.
Schwieriger Klettersteig und viel Schnee
Der Pössnecker Klettersteig an der Westseite des Sella-Massivs zählt zu ältesten Klettersteigen in den Dolomiten. Der Klettersteig wurde bereits im Jahr 1912 errichtet und ist mit einer Schwierigkeit von C/D eingestuft. Er führt auf den 2941 Meter hohen Piz Selva und weist auch einige ungesicherte Passagen im Schwierigkeitsgrad 2 auf.
Es ist der erste Bergtote der Sommersaison 2024. Derzeit liegt in der Höhe auf Südtirols Bergen noch sehr viel Schnee.