Auf einem Strand in den Abruzzen ist zu Mittag eine 41-jährige Frau von einem Blitz schwer verletzt worden, weitere Badegäste wurden leichter verletzt. Der Blitz schlug plötzlich in einem vollbesetzten Strandbad im Süden von Alba Adriatica ein.
Am Strand brach daraufhin Panik aus. Die vom Blitz am schwersten verletzte Frau erlitt einen Herzstillstand und musste mittels Defibrillator wiederbelebt werden. Anschließend wurde die Einheimische mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Teramo gebracht.
Zwei weitere Verletzte
Erheblich verletzt wurde auch eine 64-jährige belgische Touristin, die zunächst über eine Gefühllosigkeit der unteren Körperhälfte klagte. Während der medizinischen Versorgung am Strand erlitt auch sie einen Herzinfarkt – auch die Belgierin wurde wiederbelebt und ins Spital gebracht.
Eine 44-jährige Frau aus den Abruzzen erlitt eine Lähmung am Bein und wurde mit dem Krankenwagen in die Notaufnahme von Giulianova gebracht. Die Küstenwache und die Polizei waren vor Ort im Einsatz. Der Blitz schlug am Strand ein, wo die drei Frauen spazieren gingen, jedoch nicht im Wasser, wo die Folgen wahrscheinlich schlimmer gewesen wären.
Teils heftige Unwetter
Das Wetter am Unglücksort ließ nicht auf bevorstehende Gwitter oder Blitzeinschläge schließen. „Der Himmel war bewölkt und es hatte kurz genieselt, aber es waren noch viele Menschen da. Man hörte den Knall und dann brach Panik aus, eine apokalyptische Szene“, berichteten Augenzeugen.
Anders entlang der Adriaküste. In der Emilia-Romagna gingen heftige Unwetter nieder mit teils gefährlichem Starkregen. Bei Cesenatico wurden mehrere Unterführungen überschwemmt. Ein heftiges Gewitter brach gegen 13 Uhr über Rimini und die umliegende Provinz herein.
In der Stadt führten starke Niederschläge dazu, dass das Kanalsystem überfordert wurde und innerhalb weniger Minuten die Straßen überflutet wurden. Zahlreiche Meldungen gingen bei der Feuerwehr wegen überfluteter Keller ein. Laut den Meteorologen dürfte sich die Lage am Abend wieder bessern.