Die ersten Bilder aus Innichen
Update: 11:05 Uhr:
Der Zivilschutzalarm für die Gemeinde Innichen wurde aufgehoben. „Der Polizeieinsatz wurde beendet, es besteht keine Gefahr mehr für die Bevölkerung“, heißt es in einer Aussendung. Die Bewohnerinnen und Bewohner können Wohnungen und Unterkünfte nun wieder verlassen.
Update: 10:40 Uhr:
Ein Tötungsdelikt in Innichen hat zu einem Großeinsatz der Sicherheitskräfte geführt. Der Bevölkerungsschutz gab eine Warnung heraus, dass die Einwohner ihre Häuser nicht verlassen sollten.
Der mutmaßliche Täter, der bewaffnet war, hatte sich in einem Haus verschanzt. Gegen 10:25 Uhr waren in Innichen erneut Schüsse zu hören. Die Sicherheitskräfte haben das Gebäude gestürmt. Im Anschluss fuhr ein Notarztwagen vor.
Die Pustertaler Staatsstraße wurde nach dem Einsatz wieder geöffnet.
Was bisher berichtet wurde:
Der Zivilschutz hat heute in der Früh eine Warnung herausgegeben. Die Bewohner von Innichen sollten ihre Häuser nicht verlassen.
In der Nacht hat der Sohn eines ehemaligen Jagdaufsehers mit der Waffe seines Vaters eine Frau und möglicherweise eine weitere Person erschossen. Er hält sich in einem Haus verschanzt.
Einsatz läuft seit den Nachtstunden
Die erste Alarmierung in der Nacht erfolgte um 23:20 Uhr. Die Feuerwehr von Innichen wurde wegen Gasgeruchs gerufen. Als die Wehrleute am Einsatzort eintrafen, wurde auf sie geschossen. Der mutmaßliche Täter eröffnete später auch das Feuer auf die hinzugerufenen Carabinieri.
Der Tatort und das derzeit von den Sicherheitskräften umstellte Gebäude soll das Wohnhaus sein, in dem der mutmaßliche Täter mit seinem pflegebedürftigen Vater lebt.
Schüsse in der Nacht
In der Nacht waren dutzende Schüsse in Innichen zu hören, berichten Augenzeugen im Dorf, die heute entlang des Rad- und Wanderwegs unterwegs sind. Am Vormittag treffen immer mehr Menschen aus den umliegenden Gemeinden im Ort ein, die von den nächtlichen Geschehnissen jedoch nichts mitbekommen haben.
Personen innerhalb des Absperrungsbereichs warten zu Hause auf eine Beruhigung der Lage. Sie beobachten den Einsatz von ihren Balkonen oder Gärten aus.
Carabinieri und Polizei haben das Haus umstellt. Auch die Sondereinheit der Carabinieri GIS wurde nach Innichen bestellt.
Der Tatort ist großräumig abgesperrt. Wegen des Polizeieinsatzes ist die Pustertaler Staatsstraße im gesamten Ortsbereich von Innichen derzeit gesperrt.
Das Gebiet rund um den Bahnhof ist abgesperrt. Derzeit halten weder Züge noch Linienbusse im Dorf, das in dieser Woche von Touristen stark besucht ist.