Bei Schulen in mehreren österreichischen Bundesländern sind am Vormittag Bombendrohungen eingegangen. Allein in Innsbruck waren 33 Pflichtschulen betroffen, in Graz zählte waren es fünf. Akute Gefahr bestand allerdings nirgends, betonen die Sicherheitskräfte. Man nehme die Drohungen aber "sehr ernst".
Innsbruck besonders stark im Visier
In Innsbruck ging eine "allgemeine Drohung" per E-Mail bei mehreren Institutionen ein, erklärte Polizeisprecher Stefan Eder. Daraufhin wurde der Unterricht an den betroffenen Schulen entweder vorzeitig beendet oder unterbrochen. Die Verantwortlichen im Rathaus sprachen davon, dass die Schulen um 11.30 Uhr zunächst "evakuiert", um 12.15 Uhr aber bereits wieder "zum Unterricht freigegeben" wurden.
Auch in der Steiermark waren mehrere Schulen betroffen, die meisten davon in Graz. Schon in der Nacht waren hier E-Mails eingegangen. Zwei Schulen mussten gar nicht evakuiert werden, weil die Eltern der Schüler früh genug gewarnt wurden. Auch die steirischen Behörden gehen von keiner akuten Gefahr aus. Die Durchsuchung von drei Schulstandorten in Graz hat bisher keine Hinweise auf Sprengsätze ergeben. In den weiteren Schulen laufen die Durchsuchungen noch.
Ermittlungen gegen 20-jährigen Schweizer
Auch in Oberösterreich kam es zu einer Vorsichtsmaßnahme: Denn in Linz ging Montagfrüh bei einer privaten Schule eine Bombendrohung per E-Mail ein. Laut Polizei hat das Gymnasium daraufhin eigenständig den Betrieb eingestellt und die Polizei informiert. Diese durchsuchte das Gebäude, der Einsatz war am späten Vormittag noch im Gang. Man nehme jede Drohung ernst und setze die nötigen Maßnahmen, hieß es von Seiten der Polizei.
Dennoch scheinen die Ermittler es für naheliegend zu halten, dass es einen Zusammenhang mit jenem 20-jährigen Schweizer, gegen den bereits ein Verfahren wegen zahlreicher Bombendrohungen in Österreich läuft, geben könnte.