Im Pustertal sind bei Kontrollen zur Arbeitssicherheit auf zwei Baustellen 41 Verstöße festgestellt worden. 36 Arbeiter wurden angezeigt, weil sie die persönliche Schutzausrüstung nicht getragen haben. Ein Unternehmer wurde angezeigt, weil keine Absturzsicherung vorhanden war. Der Sicherheitsbeauftragte muss sich verantworten, weil er die Schutzmaßnahmen der Arbeiter nicht kontrolliert hat.
50 Arbeiter kontrolliert
In den vergangenen Tagen haben die Einsatzkräfte der Carabinieri-Station Kiens mit Unterstützung des Arbeitsinspektorats in der Gemeinde Pfalzen Kontrollen zur Sicherheit am Arbeitsplatz durchgeführt. Kontrolliert wurden zwei Baustellen: zum einen die Erweiterung eines bestehenden Hotels, zum anderen der Bau einer neuen Wohnanlage. Etwa 50 Arbeiter wurden kontrolliert.
Fast alle fielen durch
41 von ihnen waren nicht in Ordnung mit dem Arbeitsschutz. 32 davon waren Ausländer verschiedener Nationalitäten. Alle wurden bei der Staatsanwaltschaft und dem Arbeitsinspektorat wegen verschiedener Verstöße gegen das Gesetz zur Arbeitssicherheit angezeigt: 34 Arbeiter und zwei selbständige Handwerker wegen Nichtverwendung persönlicher Schutzausrüstungen, ein Bauunternehmer, weil er es unterlassen hatte, provisorische Sicherungsarbeiten zur Beseitigung der Absturzgefahr durchzuführen, ein Bauunternehmer, weil er die Sicherheit der Verkehrswege auf den Baustellen nicht gewährleistet hatte und ein Sicherheitsbeauftragter, weil er das Tragen der persönlichen Schutzausrüstungen bei den Arbeitern nicht überwacht hatte. In einem Fall wurde wegen ernster und unmittelbarer Gefahren für die Sicherheit die vorübergehende Stilllegung der Baustelle angeordnet.