In Griechenland kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen heftige Waldbrände. Besonders betroffen sind Gebiete nördlich von Athen, Euböa, Kythira, Kreta und auf der Halbinsel Peloponnes.
Im Norden Athens wurden seit Samstag zahlreiche Häuser zerstört oder beschädigt. Zwar gibt es den Behörden zufolge mittlerweile keine aktive Feuerfront mehr, doch einzelne Glutnester flammen immer wieder auf. Die Region sei weiterhin ohne Strom, berichtete der griechische Rundfunk.
Auf Euböa bleibt die Lage kritisch. Dörfer wurden evakuiert, Viehbetriebe zerstört. Sechs Feuerwehrleute kamen verletzt ins Krankenhaus. Auch auf der Insel Kythira wüten die Flammen unkontrolliert, 139 Menschen wurden evakuiert, wie die Lokalbehörden mitteilten.
Behörden warnen vor hoher Brandgefahr
In Süden der kretischen Hafenstadt Chania brannten Häuser, eine Kirche und Fahrzeuge. Das Feuer ist dort teilweise unter Kontrolle. In der hügeligen Region bei Kyparissia (Peloponnes) erschwerten wechselnde Winde die Löscharbeiten, berichteten griechische Medien.
Trotz des massiven Einsatzes bleiben die Behörden landesweit in Alarmbereitschaft. Meteorologen warnen weiterhin vor hoher Brandgefahr. Löschflugzeuge und Hubschrauber sind im Dauereinsatz.
Auch Italien ist erneut stark mit Waldbränden konfrontiert. Zwischen 1. Jänner und 18. Juli 2025 wurden im ganzen Land insgesamt 653 Brände registriert, die eine Fläche von 30.988 Hektar zerstörten - das entspricht etwa 43.400 Fußballfeldern.
Damit brannten im Durchschnitt 3,3 Feuer pro Tag, wobei pro Brand rund 47,5 Hektar Fläche verwüstet wurden. Besonders stark betroffen sind der Süden Italiens sowie die Inseln Sardinien und Sizilien.
Die Zahlen stammen aus dem neuen Bericht "L'Italia in fumo" ("Italien in Rauch") der Umweltorganisation Legambiente. Darin fordert die Organisation dringend politische Maßnahmen, um bestehende Mängel bei Vorbeugung und Kontrolle zu beheben. Außerdem sollen mit einem Maßnahmenpaket die Zuständigkeiten zwischen Staat, Regionen und lokalen Behörden besser koordiniert werden. Derzeit fehle es an einer einheitlichen, integrierten Strategie zur Brandbekämpfung, bemängelt Legambiente.
Am stärksten betroffen war der Süden: Sechs Regionen führen die Rangliste der zerstörten Flächen an. In Mittel- und Norditalien litt vor allem das Latium mit 700 Hektar bei 28 Bränden. Südtirol verzeichnete 216 Hektar Verlust durch drei Brände.