Hepatitis-A-Epidemie in Neapel: Meeresfrüchte-Verzehr vorerst verboten

Die Region Kampanien verzeichnet seit Jahresbeginn über 150 Hepatitis-A-Fälle. Rohe Meeresfrüchte sind die Hauptursache – strenge Maßnahmen wurden ergriffen.

Vorerst herrscht ein Verbot, Meeresfrüchte in rohem Zustand zu verzehren.
Pexels/Alex Favall
Vorerst herrscht ein Verbot, Meeresfrüchte in rohem Zustand zu verzehren.

In Neapel und der Region Kampanien sind seit Jahresbeginn mehr als 150 Hepatitis-A-Fälle aufgetreten – ein alarmierender Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Allein in den letzten 24 Stunden wurden 14 neue Fälle in Neapel sowie weitere zehn auf Ischia gemeldet. 

Die Gesundheitsbehörden der Stadt vermuten, dass kontaminierte Muscheln aus dem Gebiet der Phlegräischen Felder als Hauptursache für die Ausbreitung verantwortlich sind. Die betroffenen Chargen wurden bereits vom Markt genommen.

Rohe Meeresfrüchte dürfen (vorerst) nicht mehr verzehrt werden 

Als Reaktion auf den Ausbruch erließ Neapels Bürgermeister Gaetano Manfredi ein Verbot für den Verzehr roher Meeresfrüchte in Restaurants. Verstöße gegen diese Maßnahme können mit Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro geahndet werden. Die Carabinieri NAS haben bereits landesweite Kontrollen in Restaurants, Fischgeschäften und Märkten durchgeführt, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.

Normalerweise flacht die Zahl der Infektionen im März ab, doch dieses Jahr zeichnet sich eine außergewöhnliche Häufung ab. Experten warnen vor dem Verzehr roher Meeresfrüchte und raten zu gründlichem Händewaschen sowie einer Impfung als effektivstem Schutz.