Mit Beginn der Heizsaison müssen sich viele Haushalte auf höhere Energiekosten einstellen. Laut einer Erhebung der Verbraucherzentrale Südtirol sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen: Erdgas verteuerte sich um 56 Prozent, Heizöl um 53 Prozent. Pellets kosten rund 30 Prozent mehr, Strom ist um 31 Prozent teurer.
Besonders trifft das Menschen, die in schlecht gedämmten älteren Gebäuden wohnen und viel mit fossilen Brennstoffen heizen.
Höhere Kosten treffen vor allem unsanierte Wohnungen
Wie stark die Mehrkosten ausfallen können, zeigt ein Beispiel der Verbraucherzentrale: Eine dreiköpfige Familie in einer unsanierten Altbauwohnung, die jährlich etwa 1.500 Liter Heizöl für Heizung und Warmwasser benötigt, müsste bei gleichbleibendem Verbrauch heuer rund 1.000 Euro mehr bezahlen als im Vorjahr.
Schon kleine Änderungen senken den Verbrauch
Schon kleine Änderungen beim Heizen können den Verbrauch senken. Im Wohnbereich reichen meist 20 bis 21 Grad, im Schlafzimmer darf es kühler sein. Ein Grad weniger Raumtemperatur kann den Heizenergieverbrauch um etwa sechs Prozent reduzieren. Dauerhaft unter 16 Grad sollten Räume allerdings nicht auskühlen, weil sonst Feuchtigkeit und Schimmel begünstigt werden können.
Auch die Wärme sollte ungehindert in den Raum gelangen: Möbel, lange Vorhänge und Verkleidungen sollten Heizkörper nicht verdecken. Gluckert ein Heizkörper oder wird er nur teilweise warm, kann Luft im System sein. Dann kann Entlüften helfen; anschließend sollte der Anlagendruck kontrolliert werden.
Wer tagsüber außer Haus ist oder nachts schläft, kann die Temperatur absenken. Zeitprogramme und programmierbare Thermostate helfen dabei, die Heizzeiten an den Alltag anzupassen. Gleichzeitig lohnt es sich, die Einstellungen der Heizungsanlage zu überprüfen. Heizzeiten, Heizkurve und Vorlauftemperatur sind oft nicht optimal auf das Gebäude und dessen Nutzung abgestimmt.
Beim Lüften empfehlen sich mehrmals täglich weit geöffnete Fenster für wenige Minuten. Dauerhaft gekippte Fenster lassen dagegen viel Wärme entweichen. Wärmeverluste können auch undichte Fenster und Türen verursachen. Kontrollierte Dichtungen sowie gedämmte Heizungsrohre in unbeheizten Räumen helfen, die Wärme besser im Haus zu halten.
Dämmung spart langfristig Energie
Langfristig lässt sich der Energiebedarf vor allem durch eine bessere Wärmedämmung und effiziente Heiztechnik senken. Die Verbraucherzentrale Südtirol stellt dazu Informationsblätter mit weiteren Hinweisen zum Heizen, Lüften und Energiesparen bereit.
In eigener Sache
Rai Südtirol als bevorzugte Quelle hinzufügen
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit „rainews.it“ als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt.
→ Hier klicken, um die Nachrichten von „Rai Südtirol“ als bevorzugte Quelle einzustellen.
(red)