Der 67-jährige Alberto Tartarotti und sein 35-jähriger Sohn Manuel waren seit dem 18. Oktober südlich von Hebron. Sie wollten Hilfsgüter aus Südtirol überbringen der palästinensischen Friedensorganisation “Youth of Sumud” übergeben. Die Organisation erhielt 2024 den Alexander-Langer-Preis für gewaltfreien Widerstand.
Israel wirft Verstöße vor
Nach Angaben der israelischen Behörden sollen die beiden an einer nicht genehmigten Olivenernte nahe dem Dorf Tuwani teilgenommen und ein militärisches Übungsgelände betreten haben. Außerdem sei ihnen eine mutmaßliche Unterstützung der palästinensischen Organisation al-Haq vorgeworfen worden. Israel stuft al-Haq seit 2021 als Terrororganisation ein. Als Begründung nennt Israel Verbindungen zur Volksfront zur Befreiung Palästinas.
Die zwei Männer erklärten, sie hätten nicht gewusst, dass die Olivenernte verboten war. Manuel Tartarotti ist Doktorand an der Freien Universität Bozen und forscht zum Management von Nichtregierungsorganisationen.
Die beiden Männer wurden nach 48 Stunden freigelassen und müssen das Land verlassen. Für sie gilt ein zehnjähriges Einreiseverbot in Israel.
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(red)