Tagesschau
15. April 2021 aktualisiert um 10:42
Wirtschaft und Arbeit

Wie das coronarote Südtirol in die Wintersaison drängt

Skikarussell-Betreiber beschneien Pisten so wie in anderen Jahren, Regionalpolitiker machen Druck auf Rom. Doch die Märkte sind eingefroren.

Dolomiti Superski hat mit der künstlichen Beschneiung begonnen - trotz aller Unsicherheiten. In den vergangenen Tagen wurde jede dritte Piste präpariert, sagt Superski-Vorstand Andy Varallo.

In der Staat-Regionen-Konferenz einigen sich unterdessen Südtirol, Trentino,  Lombardei, Piemont, Aosta, Venetien und das Friaul und Interessensgemeinschaften wie FISI auf einen gemeinsamen Sicherheitsvorschlag für den Skibetrieb im Corona-Winter: halb so viele Fahrgäste auf Liften und Kabinen, Maskenpflicht, Sicherheitsabstand. Verkehrslandesrat Daniel Alfreider ist dabei. Er drängt auf ein baldiges Treffen mit der Regierung und fordert grünes Licht für den Skibetrieb. 

Manfred Pinzger, Präsident des Hotel- und Gastwirteverbandes, setzt auf den Zuspruch der Südtiroler Bevölkerung für eine Skisaison auch im Corona-Winter. Doch auch in den Herkunftsländern der Gäste ist die Corona-Lage rot, die Märkte sind eingefroren.   

Trotz einer Skisaison, die auf der Kippe steht, wird heuer auf dem Kronplatz und Co nicht anders künstlich beschneit als in den Jahren zuvor. Die Liftbetreiber riskieren,  Hunderttausende Euro im wahrsten Sinne des Wortes verpulvern. Das bestreitet Marco Pappalardo, der Sprecher von Dolomiti-Superski.

Die Skikarussell-Betreiber möchten Sicherheit geben. In den Ortschaften werden rund 50 Ticket-Boxen installiert, wo Skipässe online gekauft werden können. Auf ihrem Handy sollen die Kunden in Echtzeit abrufen können, welche Aufstiegsanlage gerade von wie vielen Skifahrern genutzt wird. Ob damit das Infektionsrisiko gemindert wird, das allerdings kann nicht der Markt entscheiden, das müssen Experten und Politik beurteilen.

Ein Audio-Bericht von Lukas Bertagnolli. 

(lb) 

 

					

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