Tagesschau
26. September 2022 aktualisiert um 23:45
Politik und Institutionen

Politikwissenschafter Eder: "Biden pocht auf Einheit und Demokratie"

Im Morgengespräch hat der Politikwissenschafter Franz Eder den Beginn der Ära Biden kommentiert und erklärt, was nun anders ist.

Der an der Uni Innsbruck lehrende Politikwissenschafter Franz Eder beschreibt das Ritual der Amtseinführung von Biden als wunderschön. Es zeige, dass in einer Demokratie der Machtwechsel friedvoll vollzogen werden kann.

In dreifacher Weise habe Biden ein völlig anderes Bild vermittelt als Trump. Das Bild zeigte zuerst einen völlig anderen Umgang mit der Covid-Krise. Die Menschen hätten Masken getragen und Abstand gehalten. Das Rednerpult sei nach jeder Ansprache desinfiziert worden.

Die Zeremonie habe dann ein Bild der Diversität gezeigt. Man habe Männer und Frauen gesehen, Alt und Jung, von Schwarz und Weiß, von Latinos und Menschen mit asiatischer Herkunft. Das zeige ein buntes Bild der USA.

Das dritte Thema war das Thema der Einheit des Landes und das Thema des Aufrechterhaltens von Demokratie. Das habe sich in der Rede gezeigt.

Erder erwartet sich von der neuen US-Regierung Berechenbarkeit und Verlässlichkeit. Dies lasse auch die Auswahl eines erfahrenen und breit gefächerten Kabinetts aus sehr erfahrenen Politikern erwarten, sagte Eder im Rai-Südtirol-Morgengespräch.

Es gebe weltweit ein großes Aufatmen, dass man es in Washington wieder mit einem ernsthaften "Player" zu tun hat.

on/pm
 

					

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