Tagesschau
20. Mai 2022 aktualisiert um 19:56
Gesundheit

Gänsbacher beantwortet alle Fragen zum Ärztevideo

Der Immunologe Bernd Gänsbacher beantwortet in unserem Audio-Spezial alle Fragen zum Ärztevideo zur Coronaimpfung und deckt Fake News auf.

In einer ausführlichen Analyse geht der Immunologe und Rai Südtirol Corona-Experte Bernd Gänsbacher auf das im Internet kursierende Video von Südtiroler Ärzten, Pharmazeuten und Psychologen ein und widerlegt einige der Aussagen. Hier können sie die Antworten zu den fünf gestellten Fragen nachhören.

Ist das wirklich eine Impfung? 

Der Pharmazeut Hannes Loacker sagt, es handle sich nicht um eine klassische Impfung. Normalerweise würden abgetötete Viren oder Viren in abgeschwächter Form verabreicht. In diesem Fall werde eine Messenger RNA verabreicht oder ein vermehrungsfähiges Affen- Adenovirus.

Der Pharmazeut Roberto Slaviero erklärt, Gen-basierte Inhaltsstoffe sind die Bauanleitung für unsere Körperzellen, um das Spikeprotein herzustellen. Dieses Protein soll die Produktion von Antikörpern auslösen und damit wäre der Geimpfte gegen das Virus immun. Gewissermaßen werde der Feind in uns produziert als auch die Immunabwehr

Die Allgemeinmedizinerin Heike Müller sagt, seit über 20 Jahren werde mit der RNA-Gentechnologie in der Krebsforschung experimentiert, ohne dass sie je auf normalem Wege Zulass in der Humanmedizin geschafft habe, geschweige denn als Präventionsmaßnahme für gesunde Menschen - wegen zahlreicher irreversibler Langzeitfolgen.

Der Arzt für Allgemeinmedizin Maurizio Adami sagt, es handele sich um experimentelle Impfstoffe. Jeder Geimpfte nehme damit also an einer Studie teil. Die Tests müssten erst 2022 bzw 2023 abgeschlossen werden. Klinische Studien seien auf ein Jahr beschränkt. Das bedeute auch eine bedingte Zulassung für ein Jahr. 

Wie wirksam ist die Impfung?

Dr. Bernhard Thomaser, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie sagt, die Impfhersteller würden eine 95-prozentige Wirksamkeit angeben. Diese Angabe werde von verschiedenen Seiten bezweifelt. Laut Medical Journal gebe es nur 19 bis 29 Prozent Wirksamkeit und die Datenlage bezüglich schwerer Krankheitsverläufe sei dürftig.

Roberto Cappelletti,  Arzt für Allgemeinmedizin und Orthopädie sagt, es sei nicht erwiesen, dass diese Impfstoffe davor schützen, dass man sich anstecken, bzw. das Virus weitergeben kann. Auch der Sanitätsbetrieb rufe weiter dazu auf, sich zu schützen.

Elisabeth Delago, Fachärztin für Kinderheilkunde wirft die Frage auf, wenn nicht erwiesen sei, dass die Impfung eine sterilisierende Wirkung habe und die Ausbreitung verhindere, warum stelle man dann in Aussicht, dass man nur mit der Impfung Infektionsketten unterbrechen und die Pandemie beenden könne.

Was wissen wir über die Nebenwirkung?

Dr. Maurizio Adami sagt, die Entwicklung neuartiger Stoffe erfordere eine besonders sorgfältige Bewertung und eine angemessene Zeit der Prüfung und Zulassung von mindestens fünf bis acht Jahren. Er fragt sich laut, warum es in diesem Fall schon die Zulassung nach 11 Monaten gegeben habe.

Die Allgemeinmedizinerin Heike Müller sagt, es habe 2009 schon einmal ein gefährliches Virus gegeben und eine Pandemie sei ausgerufen worden. Es sei völlig übereilt ein Impfstoff entwickelt worden ohne Langzeitstudien, mit irreversiblen Folgen. Es gebe noch hunderte Opfer, die unter Narkolepsie leiden würden. Jetzt werde erstmals mit einer neuen Technologie in unsere genetischen Abläufe eingegriffen, ohne die Langzeitschäden zu kennen. 

Dr. Elisabetta Galle, Fachärztin für Hygiene und Prävention unterstreicht, es gebe heute noch keine Studien, inwiefern sich der Impfstoff auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen auswirke und auch keine Studie über die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten.

Dr. Heinrich Schwarz, Arzt für Allgemeinmedizin gibt zu bedenken, dass die Hersteller nicht für eventuelle Schäden haften müssten. Er als Arzt unterstütze und befürworte die Coronaimpfung nicht.

Wie heilbar ist Covid 19?

Roberto Cappelletti,  Arzt für Allgemeinmedizin und Orthopädie, unterstreicht, die Medizin könne Covid-19 ja behandeln. Bei guter und rechtzeitiger Behandlung sei die Gefahr an der Infektion zu sterben gering. Gefahr bestehe fast ausschließlich für Menschen  mit fortgeschrittenem Alter und multiplen Pathologien. Immunologisch gesunde Menschen sollten keine Angst vor Covid-19 haben, wenn sie alle Vorsichtsmaßnahmen einhalten.

Elisabeth Delago, Fachärztin für Kinderheilkunde, behauptet, sie habe mit Homöopathie zahlreiche Patienten vor dem Krankenhaus bewahrt. Sie lese zahlreiche Berichte, in denen Kliniken und Alternativmediziner von Erfolgen berichten würden.

Die Kinderärztin Elisabeth Viertler unterstreicht, bei Kindern und Jugendlichen sei der Krankheitsverlauf mild und symptomfrei.  Es sei ihr daher unerklärlich, warum diese Impfung von den Gesundheitsbehörden auch für junge Menschen empfohlen werde.

Gibt es Alternativen zur Impfung?

Der Allgemeinmediziner und Homöopath Bernhard Thomaser sagt, solange die Wirksamkeit der Impfung nicht erwiesen sei, müsse gelten: Maßnahmen setzten, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, um Covid 19 bestmöglich zu besiegen.

Der Pharmazeut Roberto Slaviero behautpet, Vitamin C, D, Zink sowie Pflanzenextrakte und eine gute gesunde Ernährung, gesunde Atmung, tägliche Bewegung an der frischen Luft und gesunde Gedanken seien ein Schutz.

Der Psychologe Ulrich Gutweniger unterstreicht, Natur, Sauerstoff und Bewegung und zudem eine gesunde Psyche seien wichtig. Aus der Psychosomatik wisse man, dass mental starke Menschen auch vor Krankheiten geschützt seien und durch eine positive Einstellung und Vertrauen in Selbstheilungskräfte.

Der Immunologe und Mitglied der Europäischen Behörde für die Zulassung für Medikamente EMA Bernd Gänsbacher warnt vor schweren Fehlern im Video. Die darin enthaltenen Ratschläge zur gesunden Ernährung seien zwar grundsätzlich empfehlenswert. Mit Homöopathie heile man aber keine Coronainfektion. Bislang seien Viren nur von Wissenschaftlern erfolgreich bekämpft worden, das werde auch beim Coronavirus gelingen, zeigt sich Gänsbacher zuversichtlich.

Der Sanitätsbetrieb bereitet - wie berichtet - eine Anzeige gegen die Verfasser des Impfgegner-Videos vor.


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