Tagesschau
02. Juli 2022 aktualisiert um 19:11
Chronik

Neu infiziert trotz Impfung

Nach einer vollständigen Impfung sollte man gegen das Virus immun sein. In einem Altersheim in Partschins gibt es nun aber Fälle von Re-Infektionen.

Impfungen gelten als derzeit stärkste Waffe gegen das Coronavirus. Nach einer vollständigen Impfung sollte man eigentlich gegen das Virus immun sein. Eigentlich.

Denn nun sind in einem Altersheim in Partschins gleich mehrere Fälle von Re-Infektionen aufgetreten. 13 Bewohner und vier Mitarbeiter sollen sich dort erneut infiziert haben.

Verschiedene Ursachen möglich

Laut dem Immunologen Bernd Gänsbacher sind Re-Infektionen selten, aber nicht ungewöhnlich. Das wichtigste sei jetzt, die Sequenzierung der positiven Proben, um zu wissen ob Mutationen, wie die südafrikanische Variante, für die erneuten Infektionen verantwortlich sind.
 
Diese Sequenzierungen sind bereits in Auftrag gegeben, Ergebnisse werden aber frühestens in einigen Tagen vorliegen.

Impfung schützt vor Erkrankung

Laut Gänsbacher gibt es aber noch andere mögliche Gründe für die Re-Infektionen. Eine liegt im Alter der Betroffenen begründet und in ihrer daraus resultierenden schwächeren Immunantwort.
 
Die gute Nachricht ist, dass alle Betroffenen im Seniorenheim Partschins entweder symptomfrei sind oder nur sehr schwache Symptome zeigen. Das spricht laut Bernd Gänsbacher dafür, dass die Imfpung wirkt. Denn grundsätzlich schützt die Impfung nicht vor der Infektion, sondern vor der Erkrankung, betont der Mediziner.

hp/al

					

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