Tagesschau
01. Juli 2022 aktualisiert um 18:54
Politik und Institutionen

Kritik an der Autonomie-Ausstellung

Der Historiker Leopold Steuer kritisiert die Autonomie-Ausstellung vor dem Landtag in Bozen. Sie sei zu sehr auf die SVP und Silvius Magnago zugeschnitten, sagt Steurer im Morgengespräch auf Rai Südtirol.

Auf dem Silvius-Magnago-Platz stehen seit einigen Wochen neun rote Stehlen. Sie sind Teil einer Ausstellung zur Südtirol-Autonomie. 400.000 Euro hat das Land dafür gezahlt. Realisiert wurde sie von einer Gruppe von Historikern und Autoren um Martha Stocker und Hans Karl Peterlini.

Der emeritierte Professor für Zeitgeschichte und Südtirol-Kenner Professor Rolf Steininger hat die Autonomie-Ausstellung am Silvius-Magnago-Platz verrissen. Die Realisatoren wehren sich gegen die Vorwürfe. Einer der größten Kenner der Autonomie und ihrer Geschichte ist der Historiker Leopold Steurer. Markus Kaserer hat mit ihm über die Autonomie-Ausstellung vor dem Landhaus gesprochen.

Auch Steurer kritisiert die Ausstellung. Sie sei zu sehr auf die SVP und Silvius Magnago zugeschnitten. Die autonomen Errungenschaften seit der Streitbeilegung 1992 kämen gar nicht vor. Der italienische Part ist laut Steurer unterrepräsentiert und in den benachbarten Bahnhofspark verbannt worden. Er würde diese Ausstellung mit einer Schulklasse nicht besuchen, so Steurer.

(et(mk) 




 

					

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