Tagesschau
19. Mai 2022 aktualisiert um 07:49
Politik und Institutionen

„Das ist wie bei einer Papstwahl“

In einer Woche beginnt in Rom die Wahl des neuen Staatspräsidenten oder der neuen Staatspräsidentin. Verfassungsrechtler Francesco Palermo blickt auf den komplexen Vorgang.

Heute wird der Regionalrat jene drei Delegierten der Region Trentino-Südtirol bestimmen, die bei der Wahl des neuen Staatspräsidenten oder der neuen Staatspräsidentin dabei sein werden.

In einer Woche ist es dann soweit: Diese Delegierten werden gemeinsam mit den Parlamentariern beider Kammern ein neues Staatsoberhaupt wählen. Wie lange diese Wahl dauert ist ebenso unklar, wie die Anzahl und Namen der Kandidaten. Seine Bereitschaft zur Kandidatur hat bisher nur der Ex Ministerpräsident Silvio Berlusconi öffentlich gemacht.

Dennoch könnten noch alle möglichen Namen und Kandidaten in letzter Sekunde und auch noch zwischen den Wahlgängen auftauchen, sagt der Verfassungsrechtler und Ex-Senator Francesco Palermo: „Man kann sich ja nicht bewerben für das Amt und es gibt auch keine Frist für eine Kandidatur. Es gibt keine formelle Kandidatur. Plötzlich kommt der Konsens und der kommt durch Verhandlungen“, sagte Palermo im Morgengespräch auf Rai Südtirol.

Einschätzungen und Favoriten seien das eine, das andere seien die Wahlgänge selbst. Laut Palermo gleicht der ganze Vorgang der Wahl des Oberhauptes der Katholischen Kirche: „„Das ist wie bei einer Papstwahl. Das Gremium soll sich ja auf eine kluge und vertrauensvolle Wahl einigen. Und nur selten lag man bei der Staatspräsidentenwahl daneben – die meisten gewählten Präsidenten waren unumstritten.“

sf/hp

					

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