Tagesschau
04. Juli 2022 aktualisiert um 15:58
Politik und Institutionen

Amort: Alperia trennt sich von Sardinien

Der neue Generaldirektor von Alperia, Luis Amort, kündigt die Trennung von Palmöl an. „Energiemix“ sei die Energie der Zukunft.

Im Morgengespräch von Rai Südtirol beschreibt der neue Generaltdirektor Luis Amort, wie er seinen Auftrag versteht, die Südtiroler Energiegesellschaft Alperia in die Zukunft zu führen, als Nachfolger von Johann Wolfarter, der in Pension geht.
Amort vergleicht die Alperia mit einem Baum, der „eine große Krone, lange Äste vor allem aber ein starkes Fundament und große Wurzeln“ brauche.
Fundament und Wurzeln sehe er in Südtirol, wo die Alperia nicht nur ihre Haupteinnahmen umsetzt, sondern rund 1.000 MitarbeiterInnen auch Arbeitgeber ist, mit denen sie rund 30 Kraftwerke führt.
Diese zu leiten, wird Luis Amort mit 240.000 Euro brutto pro Jahr abgegolten.

Nächste Phase: Konsolidierung

Amort will das Unternehmen in eine dritte Phase begleiten: Nach der Fusion zwischen der ehemaligen Landesgesellschaft Sel mit den Etschwerken und nach der darauffolgenden „starken Wachstumsphase“ sieht Amort die Zeit für eine Konsolidierung der Alperia gekommen. „Die Richtung stimmt, aber wir möchten besser konsolidieren.“

„Die Richtung stimmt, aber wir möchten besser konsolidieren.“

Neuer Alperia-Generaldirektor Luis Amort

Die langen Äste

In seiner Baummetapher beschreibt der neue Generaldirektor die langen Äste der Alperia als Teil des Auftrages, sich auch außerhalb des Landes zu betätigen und zwar damit „Filetstücke in der Energieproduktion zu suchen – und nicht zu nehmen, was am Markt so übrig bleibt.“ Das klingt nach einer Korrektur. Vom weit entfernten Bulgarien hat sich die Alperia bereits getrennt. Und Amort kündigt im Gespräch auch an, im Palmölwerk auf Sardinien sei die Alperia dabei, „es umzustrukturieren, um sich dann auch davon zu trennen.“

Gas und die Zukunft

"Die Alperia kann sich nicht erlauben, auf irgendwas zu fokusieren“

Luis Amort

Alperia ist nicht nur in im Bereich der Wasserkraft tätig, sondern vertreibt auch Gas. Sie beteiligt sich als Ausgleich dafür an zertifizierten Klimaprojekten. Amort: "Energieprojekte kennen keine Grenzen. Ob im Regenwald oder im Fernen Osten, alle haben Anteil am Weltklima-Geschehen“, weshalb der neue Generaldirektor es als „wichtig erachtet, dass man auch dort aktiv ist.
Auf welche weitere Energieformen die Alperia in Zukunft setzen will, beantwortet Amort damit: “Wir sind in einer Phase des Energiewandels.“ Die Alperia könne sich nicht erlauben, „auf irgendwas zu fokusieren“ und möchte sich daher möglichst breit aufstellen. Die Energieformen der Zukunft sieht der neue Alperia-Chef „im Energiemix und wir müssen wegkommen von fossilen Energien“

tat/pt

					

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